Ohrozim – Horka, Naturdenkmäler und Geschichte
Unterkünfte in Ohrozim
Ohrozim verbindet markante Kirchen, eine vielschichtige Siedlungsgeschichte und geschützte Natur in einer ungewöhnlich konkreten Ortskulisse. Das Wahrzeichen des Ortes ist die neoromanische Kirche St. Wenzel. Zugleich führen Spuren auf dem Horka und im Katastergebiet weit zurück: zu Grabhügeln, einer mittelalterlichen Siedlung und einer früheren Fernstraße.
Kirchen und Geschichte in Ohrozim
Die Kirche St. Wenzel in Ohrozim wurde 1853–1855 erbaut und ist als neoromanische Kirche das Wahrzeichen von Ohrozim. Die Pfarrkirche von Ohrozim wurde kurz nach der Mitte des 14. Jahrhunderts erstmals erwähnt. Damit führen die Kirchen des Ortes in unterschiedliche Zeitstellungen und ergänzen die jüngeren sowie älteren Spuren der Ortsgeschichte.
Besonders dicht wird die Vorgeschichte am Horka. Funde datieren das Grabhügelfeld Horka in die Trichterbecherkultur, genauer in den sogenannten Ohrozim-Typ. Das Grabhügelfeld umfasste insgesamt etwa 27 Grabhügel; bei Ausgrabungen wurden 57 Gräber freigelegt. Auf dem Horka oberhalb von Ohrozim stand früher eine Windmühle, und dort sind Spuren von Grabhügeln erhalten. Der Ort verbindet damit archäologische Einordnung mit überlieferten historischen Spuren.
Auch im Katastergebiet von Ohrozim befand sich eine mittelalterliche Siedlung namens Lhotka. Für kulturinteressierte Besucher entsteht so ein breites zeitliches Spektrum: von der Trichterbecherkultur über die mittelalterliche Siedlungsgeschichte bis zum Kirchenbau des 19. Jahrhunderts.
Naturdenkmäler und Landschaft
Čubernice ist ein 2,3041 Hektar großes Naturdenkmal, das erstmals am 22. August 1952 ausgewiesen wurde. Es schützt Populationen wärmeliebender Pflanzen, ihre Pflanzengesellschaften, die daran gebundene Tierwelt sowie gras- und krautreiche Offenlandflächen. Im Mittelpunkt steht damit nicht nur eine einzelne Pflanzenart, sondern ein Zusammenspiel aus Vegetation, Tierwelt und offenen Lebensräumen.
Das Naturdenkmal Ohrozim-Horka liegt etwa 1 km nordwestlich von Ohrozim und schützt den Lebensraum des Kammmolchs (Triturus cristatus). Die Angabe von etwa 1 km ordnet das Naturdenkmal räumlich ein. Wenn Sie Natur und Geschichte miteinander verbinden möchten, stehen mit Čubernice und Ohrozim-Horka zwei unterschiedlich beschriebene Schutzthemen zur Verfügung.
Orientierung für Ihre Planung
Für die Anreiseorientierung führt von Prostějov die Straße II. Klasse Nr. 150 nach Ohrozim. Bei Ohrozim gehört außerdem ein Betonabschnitt zu den wenigen erhaltenen Überresten der in den 1930er-Jahren gebauten Fernstraße Plzeň–Ostrava. Auf dem Horka oberhalb von Ohrozim bietet sich ein Blick über das Prostějovsko. Die heutige Straße von Prostějov und der historische Betonabschnitt markieren unterschiedliche Kapitel der Verbindung nach Ohrozim. Der Blick vom Horka über das Prostějovsko führt rund um Ohrozim von der Verkehrsgeschichte zur Landschaft hin.
Wenn Sie ein Hotel in Ohrozim suchen, können Sie vorab entscheiden, ob für Ihre Planung Kirchen und Siedlungsgeschichte, die Funde am Horka oder geschützte Lebensräume den Ausschlag geben. Für weitere Ziele in dieser Auswahl können Sie auch Želeč, Proßnitz, Ptení, Pěnčín, Čelčice, Raková U Konice, Vícov und Otinoves aufrufen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Prostějov.