Mladeč – Höhlen, Archäologie und Třesín
Unterkünfte in Mladeč
Mladeč verbindet eindrucksvolle Höhlen, archäologische Spuren und geschützte Landschaft auf engem Raum. Die Mladečské jeskyně sind eine bedeutende paläontologische und archäologische Fundstätte: Zu ihren Funden gehören Knochen pleistozäner Wirbeltiere, menschliche Überreste aus der Altsteinzeit, Steinwerkzeuge und Feuerstellen. Dazu kommen markierte Wege, geologische Formationen und historische Bauwerksreste rund um den Karsthügel Třesín.
Höhlen mit Archäologie und Erdgeschichte
Die Mladečské jeskyně umfassen insgesamt 1.250 Meter an Gängen und Hallen mit einem Höhenunterschied von 30 Metern. Der Besucher-Rundgang ist 380 Meter lang, schließt eine kleine archäologische Ausstellung ein und dauert etwa 40 Minuten. Damit lässt sich der Höhlenbesuch als klar umrissener Programmpunkt mit einem Einblick in die lokale Vorgeschichte verbinden.
Auch die Höhle Podkova bietet ein eigenes geologisches Detail: Sie ist etwa 50 Meter lang und entstand durch die Verbindung zweier ursprünglich getrennt verlaufender Gänge. Bei der zeitlichen Planung sollten Sie beachten, dass Podkova während der winterlichen Fledermaus-Ruhezeit verschlossen ist und im Frühjahr wieder zugänglich wird.
Třesín: Lehrpfad, Waldwege und historische Spuren
Das Nationale Naturdenkmal Třesín wurde zum Schutz der Karsthöhlen bei Mladeč eingerichtet. Die Mladečské jeskyně liegen im Landschaftsschutzgebiet Litovelské Pomoraví und sind im Kalksteinhügel Třesín ausgebildet. Der Lehrpfad Třesín beginnt auf dem Dorfplatz von Mladeč, führt an den Mladečské jeskyně vorbei und verläuft rund um den Karsthügel.
Der Lehrpfad ist ein etwa 5 Kilometer langer Rundweg. Zunächst folgt er einer rot und anschließend einer blau markierten Wanderroute. Er verläuft überwiegend auf Waldwegen und führt an geologischen Formationen sowie an Überresten von Bauwerken der Lichtensteiner vorbei. Am Weg liegt Čertův most, ein steinerner Bogen. Die Rytířská síň war ein Bauwerk mit sechzehn antiken Säulen; heute ist davon nur eine Säule erhalten.
Weitere Entdeckungen in Mladeč
Die archäologische Lokalität Mladeč–Třesín bewahrt Nachweise von Siedlungen aus dem Äneolithikum, der Bronzezeit, der Latènezeit und dem Frühmittelalter. In Mladeč steht außerdem die Kapelle sv. Floriána a sv. Barbory, die 2003 errichtet wurde und einen quadratischen Glockenturm mit einer Glocke besitzt.
Durch Mladeč verlaufen rot und blau markierte Wanderwege. Zusätzlich gibt es einen markierten örtlichen Radweg. So können Sie zwischen einem kurzen Höhlen-Rundgang, einem etwa 5 Kilometer langen Lehrpfad und einer Erkundung auf markierten Wegen wählen, ohne die kulturellen und landschaftlichen Themen des Ortes voneinander zu trennen.
Orientierung und Anreise
Die Besuchereinrichtung der Mladečské jeskyně befindet sich unter Mladeč 84, 783 21 Chudobín u Litovle. Die GPS-Koordinaten lauten 49°42′23″N, 17°00′57″E. Auf der Bahnstrecke 308 zwischen Litovel und Mladeč gibt es die Haltestelle Mladeč jeskyně. Mit dem Auto sind die Mladečské jeskyně über die Ausfahrt 245 der D35 erreichbar; Parkmöglichkeiten gibt es auf einem Parkstreifen oder auf dem Dorfplatz von Mladeč.
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