Hynčina: Barocke Kultur und Wege durch die Landschaft

Hynčina zeigt seinen Charakter in zwei Richtungen: historische sakrale Kunst und eine Landschaft, die sich über markierte Wege erschließen lässt. Sie begegnen einer Kirche mit barocker Geschichte, einer detailreichen Immaculata-Bildsäule und weiteren Erinnerungszeichen im Ort. Zugleich führen Wanderwege durch das Gemeindegebiet, während mehrere Radrouten den äußeren Rand berühren. Die unterschiedlichen Wegführungen geben Ihnen die Möglichkeit, Kultur und Bewegung nach Ihren eigenen Interessen zu verbinden.

Barocke Kirche und sakrale Kunst

Die Kirche St. Stanislav in Hynčina wurde 1725 als barocker Bau errichtet und ersetzte eine frühere Holzkirche. Seit 1958 ist sie als Kulturdenkmal eingetragen, jedoch nicht zugänglich. Ihr vergleichsweise schlichter älterer Baukern steht einer stilistisch einheitlichen, farbenfrohen neobarocken Innenausstattung gegenüber. Zum Inneren gehören Stuckdekorationen und Gemälde mit biblischen Szenen. Damit bietet die Kirche ein anschauliches Beispiel dafür, wie sich unterschiedliche historische Gestaltungsebenen an einem Sakralbau ablesen lassen, auch wenn eine Besichtigung des Inneren nicht möglich ist.

Eine barocke Bildsäule der Immaculata steht an einer Straße an einem bewaldeten Hang, am Ortsrand von Hynčina an der Straße in Richtung Křižanov. Die spätbarocke Statue weist Reste ihrer Polychromie auf; auf der Rückseite ist die Jahreszahl 1776 angebracht. Die aus Sandstein gefertigte Bildsäule ist etwa drei Meter hoch. Zu ihrem Aufbau gehören ein zylindrischer Schaft mit toskanischem Kapitell, eine vierseitige Kapelle mit pyramidenförmigem Dach und ein eisernes Kreuz. Auf dem Sockel befindet sich ein Relief des heiligen Valentin. In die Kapelle sind ein Relief des gekreuzigten Christus sowie seitliche Darstellungen der Jungfrau Maria und des heiligen Johannes des Evangelisten eingemeißelt. Nach mehr als 300 Jahren ist das Bauwerk mit vergleichsweise geringen Schäden erhalten.

Ein weiteres historisches Detail ist die ursprünglich aus Stein gefertigte Dreifaltigkeitsgruppe. Sie wurde 1900 auf Initiative der Besitzer der nahe gelegenen Mühle, Rosalie und Johann Wolf, errichtet. Heute ist nur noch der Sockel erhalten; die Figurengruppe gilt als verschollen. Für einen Rundgang durch Hynčina ergeben sich daraus mehrere kleine Stationen, an denen nicht nur vollständig erhaltene Bauwerke, sondern auch Spuren verlorener Denkmäler sichtbar werden.

Wandern und Radfahren rund um Hynčina

Ein grün markierter Wanderweg führt von Mohelnice über Hynčina nach Hoštejn. Zusätzlich verbindet ein gelb markierter Wanderweg den blauen und den grünen Wanderweg und bildet im Gemeindegebiet von Hynčina einen kleinen Rundweg. Die Wege bieten damit sowohl eine längere Verbindung als auch eine kürzere Rundstrecke. Für die Orientierung mit dem Fahrrad sind die Radrouten 521, 4063, 6234 und 6232 relevant. Sie berühren den äußeren Rand des Verwaltungsgebiets von Hynčina und verlaufen damit nicht einfach als eine einzige Ortsroute durch das Zentrum.

Die westliche Grenze der Gemeinde bildet das Tal des Ospirský potok. Der Bach entspringt im Raum Dlouhá Ves und mündet bei Popelák in die Moravská Sázava. Dieses Gewässer markiert somit nicht nur einen Landschaftsraum, sondern auch eine klar beschriebene Grenze der Gemeinde. Wenn Sie Ihren Aufenthalt anhand von Kulturpunkten, Wanderwegen und Radverbindungen planen, finden Sie in Hynčina unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die weitere Erkundung.

Weitere Orte zur Orientierung

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