Vyšehořovice – Mittelalterliche Spuren und U skal

Vyšehořovice verbindet mittelalterliche Baugeschichte, sichtbare Ruinen und ein ungewöhnliches Naturdenkmal. Wenn Sie in Tschechien kulturhistorische Spuren mit einer naturkundlichen Besonderheit verbinden möchten, bietet der Ort konkrete Anhaltspunkte für Ihre Reiseplanung.

Die Feste von Vyšehořovice

Die Feste in Vyšehořovice wurde im 14. und 15. Jahrhundert erbaut und diente den Vladiken von Vyšehořovice als Sitz. Ursprünglich war die Anlage 30 × 40 Meter groß. Eine hohe Mauer umgab den Komplex mit Wohnpalast, Wirtschaftsgebäuden und einem hohen Turm; zusätzlich war die Feste durch einen Graben geschützt. Die Maße und die Kombination aus Mauer, Graben und Turm vermitteln den wehrhaften Charakter der Anlage; Wohn- und Wirtschaftsbereiche verweisen zugleich auf ihre Nutzung als Herrensitz. Heute befindet sie sich auf dem Gelände eines ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebs, heute eines privaten Wirtschaftshofs, und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Für Ihre Planung ist diese Unterscheidung wichtig: Die Feste gehört zur Ortsgeschichte, kann aber nicht als öffentlich zugänglicher Besichtigungspunkt eingeplant werden.

St.-Martins-Kirche und Zvonice

Die Ruine der romanisch-gotischen St.-Martins-Kirche ist das älteste erhaltene Bauwerk in Vyšehořovice. Sie wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts vom Vyšehrader Kapitel gegründet und 1329 geweiht. Die ursprüngliche Kirche bestand aus einem quadratischen Presbyterium mit einem rippenlosen Kreuzgewölbe und einem rechteckigen, flachgedeckten Langhaus; vom Langhaus ist heute nur ein kleiner Rest erhalten. Gerade diese Verbindung aus Datierung, Bauform und erhaltenen Resten macht die Kirchenruine zu einem anschaulichen Ziel für kulturinteressierte Reisende.

Zur Ortsgeschichte gehört außerdem die spätgotisch-renaissancezeitliche Zvonice. Der wuchtige vierseitige Bau besitzt große gotische Spitzbogenfenster und eine Attika. 1677 wurde die Zvonice von schwedischen Truppen niedergebrannt und brannte zusammen mit der Kirche und einem großen Teil des Ortes aus. Die Ruine verweist damit auf eine konkrete historische Zäsur und ergänzt die mittelalterlichen Spuren der Feste und der Kirche um ein weiteres markantes Bauwerk.

Das Naturdenkmal U skal

Im südlichen Teil des Katastralgebiets von Vyšehořovice befindet sich das geschützte Naturdenkmal U skal. U skal ist eine einzigartige und außerordentlich artenreiche Fundstätte versteinerter Pflanzen aus der Oberkreide von weltweiter Bedeutung. Das Naturdenkmal liegt am südwestlichen Rand von Vyšehořovice am linken Ufer des Bachs Výmola. Der Zugang erfolgt über einen nicht markierten Waldweg. Diese konkrete Wegeangabe gehört zu den wichtigen Orientierungspunkten, wenn Sie den naturkundlichen Teil Ihres Aufenthalts vorbereiten möchten.

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Orientierung und weitere Ziele

Vyšehořovice verfügt über Busverbindungen nach Prag, Čelákovice, Brandýs nad Labem und Český Brod. Damit erhalten Sie mehrere Anknüpfungspunkte für Ihre regionale Reiseplanung, während die Ortsgeschichte und U skal unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt setzen.

Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung sind Strancice, Nove Jirny, Nehvizdy, Záryby, Panenské Břežany, Nová Ves, Husinec und Zeleneč.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Praha-Východ.