Vrané Nad Vltavou – Moldau, Natur und Kultur
Vrané nad Vltavou zwischen Moldau und Geschichte
Vrané Nad Vltavou verbindet Gewässer, Technikgeschichte, historische Bauwerke und naturkundliche Entdeckungen. Der Stausee Vrané prägt die Moldau über viele Kilometer, während Fähre und Schleusen den Fluss als Verkehrs- und Erlebnisraum sichtbar machen. Dazu kommen die Kirche St. Georg, die Geschichte der Papierfabrik und das Naturschutzgebiet Zvolská Homole.
Frühe Siedlungsgeschichte und die Kirche St. Georg
Die Siedlungen Vrané, damals Vraný, und Skochovice werden bereits in der Gründungsurkunde des Klosters Břevnov aus dem Jahr 993 erwähnt. Ein besonders anschauliches Baudenkmal ist die Kirche St. Georg. Sie bewahrt eine romanische Apsis und ein gotisches Sattelportal; im 17. Jahrhundert wurde sie barock umgestaltet. Seit 1997 finden dort Konzerte im Rahmen des Zyklus Vranské hudební jaro statt. So verbindet sich die historische Substanz des Bauwerks mit einem fortdauernden Kulturprogramm.
Papierfabrik und Wasserkraftwerk an der Moldau
Auch die Industriegeschichte gehört zum Charakter von Vrané nad Vltavou. Die Papierfabrik wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Mühle gegründet. Ihr Grundstein wurde 1837 gelegt, und im folgenden Jahr war die erste Papiermaschine in Betrieb. Vor dem ehemaligen Papierfabrikgelände steht eine Informationstafel zur Strojní papírna Synů Bohumila Haase. Eine andere technische Zeitschicht repräsentiert das Wasserkraftwerk Vrané, das 1936 als erstes großes Wasserkraftwerk an der Moldau errichtet wurde.
Stausee, Schleusen und Überfahrten
Der Stausee Vrané erstreckt sich 12 Kilometer entlang der Moldau und 3 Kilometer entlang der Sázava. Das Wasserwerk Vrané verfügt über zwei Schleusenkammern für die Schifffahrt. Der Bootsverkehr auf der Moldau passiert diese Schleusenkammern und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 8 Metern. Eine besondere Verbindung über den Fluss ist die Personenfähre in Vrané nad Vltavou: Sie gehört zu den wenigen nicht motorisierten Fähren an der Moldau und verkürzt die Überquerung nach Strnady.
Zur Geschichte der Flussquerungen gehört außerdem die bestehende Floß- und Bootsüberfahrt. Sie wurde 1909 aus dem Besitz der Papierfabrik vertraglich und unter bestimmten Bedingungen kostenlos an die Gemeinde Vrané nad Vltavou übertragen. Fähre, Überfahrt und Schleusen erzählen damit jeweils einen eigenen Teil der Beziehung zwischen Ort und Moldau.
Zvolská Homole und Radweg entlang des Flusses
In der Umgebung von Vrané nad Vltavou ist Zvolská Homole ein Naturschutzgebiet mit zahlreichen seltenen Pflanzen- und Insektenarten. Der dortige Lehrpfad stellt auf vierzehn Informationstafeln die Geologie der Felsen und des Moldaukanons, Pflanzen der Felsensteppen, die Bedeutung des Waldes und der Bäume sowie das Leben der Ameisen vor. Für Radfahrende ergänzt der Radweg Jarov–Vrané nad Vltavou die Auswahl: Er ist 1.170 Meter lang, verläuft entlang der Moldau, knüpft an den bestehenden Abschnitt des Radwegs Praha–Zbraslav an und endet in Vrané nad Vltavou.
Unterkunft nach Reiseinteressen auswählen
Je nach Schwerpunkt stehen dabei die Kirche und die lokale Industriegeschichte, der Stausee mit seinen technischen Anlagen oder die Landschaft rund um Zvolská Homole im Vordergrund. Die Stará škola setzt ihr Kulturprogramm mit Konzerten, Ausstellungen, Kunstkursen und Kursangeboten fort und ergänzt damit die historischen und landschaftlichen Eindrücke um weitere kulturelle Anlässe.
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