Ujkovice: Teiche, Geschichte und Wege durch die Landschaft

Ujkovice verbindet eine ungewöhnlich greifbare Ortsgeschichte mit einer Landschaft aus Teichen, Feuchtflächen und markierten Wegen. Besonders prägend sind die archäologischen Spuren einer Festung, die Gewässer am Hasinský potok und die naturräumlichen Flächen im Südosten des Ortes. Wenn Sie für Ihren Aufenthalt Kulturgeschichte und Spaziergänge durch eine abwechslungsreiche Landschaft verbinden möchten, finden Sie hier mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte.

Festungsstelle und Ortsgeschichte

Das einzige eingetragene unbewegliche Kulturdenkmal in Ujkovice sind die archäologischen Spuren einer Festung. Die Festungsstelle liegt nördlich des Wirtschaftshofs am Rand einer Geländeterrasse. An drei Seiten ist sie durch einen Graben geschützt, an der Nordseite durch einen Hang. Die Anlage entstand vermutlich zu Beginn des 14. Jahrhunderts, wurde 1517 noch als bestehend erwähnt und in den folgenden Jahrzehnten als verlassen bezeichnet. Diese zeitliche Abfolge macht die Stelle zu einem konkreten Zeugnis dafür, wie sich die Ortsgeschichte über mehrere Jahrhunderte verändert hat, ohne den ehemaligen Bau als heute zugängliche oder betriebene Sehenswürdigkeit darzustellen.

Die überlieferte Geschichte von Ujkovice beginnt im Jahr 1088 unter dem früheren Namen Hejkovice. Ältere Einwohner verwenden diesen Namen bis heute noch vereinzelt. Für Besucher, die regionale Geschichte nicht nur an einzelnen Bauwerken, sondern auch an überlieferten Ortsnamen entdecken möchten, gehört dieser sprachliche Nachhall zum charakteristischen Detail des Ortes.

Teiche, Eiche und geschützte Landschaft

In Ujkovice gibt es fünf Teiche. Die größten liegen am Hasinský potok: Der Borečovský umfasst 8,2 ha, der Kabát 5,1 ha. In der Umgebung von Ujkovice liegt eine malerische mittelböhmische Landschaft mit vielen Teichen und kleinen Teichen. Das als HKS erfasste Teichsystem von Kabát und Borečovský umfasst im Katastergebiet von Ujkovice und Domousnice 42,9 ha. Es liegt unter einem bewaldeten Hang und umfasst Feucht- und Wiesengesellschaften, Schilfbestände, Baumgruppen und Ufergehölze. Die Fläche weist eine vielfältige Artenvielfalt auf und ist als zoologischer Standort bedeutsam.

Auch der westliche Rand des Gebiets von gemeinschaftlicher Bedeutung Dymokursko (CZ0210101) reicht in den Südosten von Ujkovice hinein. Innerhalb der Gemeinde umfasst dieses Gebiet 59,54 ha, bei einer Gesamtfläche von 4.309,24 ha. Damit stehen neben den Teichen auch die Größenverhältnisse einer weiter gefassten Landschaft im Mittelpunkt. Ein markantes Naturdetail ist außerdem die Eiche in Ujkovice: Am 19. Mai 2011 wurde in 1,3 m Höhe ein dokumentierter Stammumfang von 840 cm gemessen; ihr Alter wird auf etwa 500 Jahre geschätzt.

Markierte Wege für unterschiedliche Tagesideen

Für einen Aufenthalt mit Schwerpunkt auf Bewegung und Landschaft gibt es zwei unterschiedlich verlaufende markierte Wege. Ein markierter Wanderweg führt am nördlichen Rand von Ujkovice vorbei und weiter über das ehemalige Militärkrankenhaus, ein Erholungsgebiet und das ehemalige Forsthaus Karlovec nach Ledce. Diese Stationen bewahren dabei ausdrücklich ihren ehemaligen beziehungsweise historischen Charakter.

Eine weitere markierte Wanderroute führt von Ujkovice nach Westen zum Borečovský-Teich und zum Kabát-Teich. Sie umrundet beide östlich und verläuft anschließend weiter nach Rabakov. So lässt sich die Teichlandschaft nicht nur als einzelner Landschaftspunkt betrachten, sondern als Teil einer festgelegten Wegfolge. Für die Wahl einer Unterkunft können Sie deshalb zunächst entscheiden, ob bei Ihrem Aufenthalt eher die Festung und Ortsgeschichte, die Teiche und Naturflächen oder die markierten Wege im Mittelpunkt stehen sollen.

Historische Spuren der Eisenbahn

Zur Geschichte der Umgebung gehört auch die ehemalige Eisenbahnstrecke Dětenice–Dobrovice. Sie war eine eingleisige lokale Strecke und ursprünglich in Privatbesitz des Grafen Thurn-Taxis. Der Güterverkehr begann 1883, der Personenverkehr 1902. 1908 erfolgte die Verstaatlichung, 1970 endete der Personenverkehr, und 1974 wurde die Strecke stillgelegt. Diese Daten ordnen die Bahnlinie klar der Vergangenheit zu und ergänzen die Festungsgeschichte um eine jüngere historische Entwicklung der Region.

Wenn Sie Ihre Suche über Ujkovice hinaus fortsetzen möchten, finden Sie außerdem Žďár, Chotětov, Sukorady, Plazy, Strašnov, Rohatsko, Veselice und Loukov.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Mladá Boleslav.

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