Žďár zwischen Naturdenkmal und Sandsteinlandschaft
Žďár verbindet Natur, Geschichte und Wege zu einem Reiseziel mit mehreren klaren Facetten. Im Naturdenkmal V dubech stehen Feuchtlebensräume und besonders geschützte Pflanzenarten im Mittelpunkt, während die Příhrazské skály mit Sandstein, 178 Felstürmen und markanten Felsen ein anderes Landschaftsbild zeigen. Zwischen sumpfigen Wiesen, Quellbereichen, nassen Erlenwäldern und den Sandsteinformen entsteht so ein deutlicher Wechsel der Landschaftsräume.
Naturdenkmal und Sandsteinfelsen
Das Naturdenkmal V dubech liegt im Katastergebiet Žehrov der Gemeinde Žďár. Es schützt sumpfige Streuwiesen, Quellbereiche und nasse Erlenwälder mit Vorkommen besonders geschützter Pflanzenarten. Offene Feuchtflächen, wassernahe Bereiche und nasse Waldflächen prägen den Naturraum gemeinsam. Dadurch bildet V dubech einen deutlichen Gegensatz zu den steinernen Formen der Příhrazské skály.
Das Felsenstadtgebiet der Příhrazské skály besteht aus 178 Felstürmen und Randmassiven. Die Sandsteinformationen ziehen Kletterer an; zu den markanten Felsen gehört die Kobylí hlava. Die große Zahl der Felstürme und Randmassive prägt das Gebiet ebenso wie das Material des Sandsteins. Für Besucher mit Interesse an Felslandschaften steht damit ein anderer Schwerpunkt im Vordergrund als im Feuchtgebiet V dubech.
Wege durch Žďár
Der Fernwanderweg Zlatá stezka Českého ráje verläuft durch Žďár. Die Landschaft ist für den Radsport geeignet. Damit gehören Wandern und Radfahren zu den unterschiedlichen Möglichkeiten, den Ort und seine Umgebung aktiv zu erleben.
Eine Wander- und Radausflugsroute führt über Skokovy und Olešnice bis zum Věžický rybník und nach Vidlák durch das Tal der Žehrovka. Die Abfolge verbindet mehrere konkrete Wegpunkte mit Wasser und Talraum. Skokovy und Olešnice bilden dabei die ersten Orientierungspunkte, danach führt die Strecke bis zum Věžický rybník und nach Vidlák durch das Tal der Žehrovka. So lässt sich der Ausflug anhand verschiedener Landschaftselemente planen.
Mühlen und Ortsgeschichte
Die Route durch das Tal der Žehrovka führt an mehreren Mühlen vorbei. Zu den Mühlen zählt die Pleskotský mlýn, die als bekannteste Mühle dieser Route gilt. Der Verlauf verbindet das Tal damit nicht nur mit Natur, sondern auch mit einem kulturgeschichtlichen Thema. Wer den Weg wegen seiner Landschaft wählt, begegnet auf diesem Abschnitt zugleich historischen Bauwerken.
Historisch war Žďár vor allem eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Wegen der von Linden gesäumten Straße trug der Ort häufig den Beinamen „Žďár lipový“. Mit dem Bau der Kapelle in Žďár wurde am 2. Juni 1903 begonnen; im Juli 1904 war sie fertiggestellt. Die Anfänge der Besiedlung dieser Region reichen bis in die mittelalterliche Kolonisation des 13. Jahrhunderts zurück. Die Ortsgeschichte reicht damit von der mittelalterlichen Kolonisation über die landwirtschaftliche Prägung bis zu den konkreten Baujahren der Kapelle.
Weitere Orte
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