Nezabudice: Felsen, Berounka und Geschichte
Nezabudice zwischen Felsen und Berounka
Nezabudice verbindet eine markante Naturlandschaft mit historischen Spuren an der Berounka. Das Naturschutzgebiet Nezabudické skály liegt an einem steilen Südhang oberhalb der Berounka. Es schützt felsige Hänge mit einer sehr artenreichen Reptilienfauna. Zur Tierwelt gehören Smaragdeidechsen und Schlingnattern. Die Verbindung aus Hanglage, Felsbereichen und dieser besonderen Reptilienfauna gibt dem Landschaftsteil ein klares eigenes Profil. Für Naturinteressierte steht damit ein Schutzgebiet im Mittelpunkt, dessen Charakter nicht nur durch die Lage am Fluss, sondern auch durch die dort geschützten Tiere bestimmt wird.
Die St.-Laurentius-Kirche über dem Zentrum
Die St.-Laurentius-Kirche steht in dominanter Lage oberhalb des Zentrums von Nezabudice auf einer niedrigen Anhöhe neben einem ehemaligen kleinen Friedhof. Diese Position ordnet das Bauwerk klar in das Ortsbild ein und bietet einen konkreten Ausgangspunkt für die historische Erkundung des Dorfes. Der einschiffige Bau besitzt ein dreiseitig geschlossenes polygonales Presbyterium und einen zweigeschossigen Westturm. Zu den besonderen architektonischen Details gehört ein heute zugemauertes ursprüngliches gotisches Spitzbogenfenster mit grobem zweiteiligem steinernem Maßwerk. Das gotische Spitzbogenfenster gehört als zugemauertes Detail zum Kirchenbau.
Erinnerungen an Persönlichkeiten und Mühlenkultur
Die Pamětní síň Jaroslava Fraňka ist dem in Nezabudice geborenen Legionär und Widerstandskämpfer Jaroslav Franěk gewidmet. Eine weitere historische Facette bietet der Nezabudický mlýn: Die barocke Mühlenanlage besitzt einen Kern aus dem 17. bis 18. Jahrhundert und ist aus den Erzählungen des Schriftstellers Ota Pavel bekannt. U Rozvědčíka ist heute ein kultiger touristischer Ausflugsgasthof, den Jaroslav Franěk 1934 eröffnete. Die drei Orte setzen unterschiedliche Akzente: Die Gedenkstätte ist Jaroslav Franěk gewidmet, die Mühle verbindet ihren Kern aus dem 17. bis 18. Jahrhundert mit den Erzählungen von Ota Pavel, und U Rozvědčíka ist mit seiner Eröffnung durch Franěk im Jahr 1934 verbunden. Damit stehen persönliche Erinnerung, literarische Bezüge und historische Bausubstanz nebeneinander.
Wege und Orientierung in der Landschaft
In Nezabudice gibt es einen rot markierten KČT-Wanderweg, der als Jakobsweg bezeichnet wird. Eine andere Orientierungslinie bildet die Ota-Pavel-Fähre: Sie überquert die Berounka von Luh unterhalb von Branov nach Nezabudice. Weg und Fähre stehen damit für unterschiedliche Ausflugsrichtungen, einen markierten Weg an Land und eine Querung des Flusses. Für die Planung im Naturschutzgebiet ist die Zugänglichkeit wichtig. Sie ist auf markierte Wanderwege an seiner Nord- und Südgrenze beschränkt; an der Südgrenze verläuft eine Straße. Die markierten Wanderwege bilden damit die zugängliche Wegeführung des Schutzgebiets, während die Straße an der Südgrenze einen weiteren Orientierungspunkt bildet. Wer im Schutzgebiet unterwegs ist, sollte diese markierte Wegeführung einhalten. Die Straße an der Südgrenze markiert zugleich einen klaren Rand der Wegeplanung. Wer die Felsen und die Tierwelt als Schwerpunkt wählt, sollte die Wegeführung an diesen Grenzen einplanen. Wer historische Orte bevorzugt, kann die Orientierung an der Kirche oberhalb des Zentrums und den weiteren Kulturorten im Ort ausrichten. Bei der Suche nach einer Unterkunft in Nezabudice können Sie daher danach wählen, ob Ihre Reiseinteressen vor allem bei den Felsen und der Tierwelt, bei den historischen Orten oder bei den Wegen und Übergängen an der Berounka liegen.
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