Svojetín: Kapellen, Kulturdenkmale und Radroute 8167
Svojetín verbindet mehrere präzise überlieferte Kulturspuren mit einem eigenständigen Bezug zur Landschaft. Besonders auffällig sind die Kapelle des heiligen Johannes von Nepomuk, eine historische Befestigungsanlage im Waldgebiet „Na Starém zámku“, Denkmale aus dem frühen 18. Jahrhundert und eine Radroute, die Svojetín mit Hořovičky und Klečetné verbindet. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, können Sie den Ort deshalb nach dem gewünschten Schwerpunkt einordnen: Ortsgeschichte, Naturbezug oder Radfahren.
Kapellen und Denkmale im Ort
Auf dem Dorfanger steht gegenüber dem Hof Nr. 5 die Kapelle des heiligen Johannes von Nepomuk, im Eintrag unter der Nummer 2688 geführt. Das fast quadratische Gebäude aus Stein und Ziegeln ist weiß verputzt. Sein mit Schieferplatten gedecktes Satteldach wird von einem sechseckigen Dachreiter ohne Glocke mit zwiebelförmiger Kuppel ergänzt. Die barocke Kapelle wurde 1721–1722 erbaut. Im Inneren befinden sich ein steinerner Altar und eine polychrome, geschwungene Statue des Heiligen. Gerade die Verbindung aus Bauform, Ausstattung und genauer Datierung macht sie zu einem besonders anschaulichen Bezugspunkt für die Ortsgeschichte.
Eine andere historische Spur trägt den Namen Socha Panny Marie s Jezulátkem. Von der denkmalgeschützten Anlage ist nur der prismatische Sandsteinsockel auf quadratischer Grundplatte erhalten, da die Madonnenstatue mit dem Kind gestohlen wurde. Der Sockel trägt eine Inschrift und die Datierung 1714. Ebenfalls aus diesem Jahr stammt die barocke steinerne Säule mit der Statue des heiligen Rochus. Sie ist ein nationales Kulturdenkmal und steht an einer Straße außerhalb des bebauten Ortsbereichs. Die Statue wurde errichtet, nachdem das Dorf von einer Pestepidemie verschont geblieben war.
Zu den weiteren markanten Einzeldenkmälern gehört die gemauerte Pfeilerbildsäule Boží muka, die aus der Zeit um 1725 stammt. In Veclov, Svojetín, verweist außerdem eine Filialkirche Allerheiligen auf eine urkundlich belegte Pfarrgeschichte seit 1351. Zusammen ergeben diese Orte kein einheitliches Bauensemble, sondern verschiedene historische Anhaltspunkte mit jeweils eigener Form, Funktion und Datierung.
Befestigung, Baum und Radroute
Das Tvrziště Dub liegt im Waldgebiet „Na Starém zámku“. Die rechteckige Befestigungsanlage misst 100 × 80 Meter. Im Süden und Osten wird sie durch einen Wall geschützt, im Norden zusätzlich durch einen Graben und im Westen durch einen steilen Hang. Die klar voneinander unterschiedenen Befestigungselemente machen diesen Ort zu einem eigenständigen historischen Thema neben den Kapellen und Bildsäulen.
Auch ein Naturdenkmal gehört zur Ortsgeschichte: Der Baum Dub ve Svojetíně wurde erstmals am 15. Oktober 1990 unter Schutz gestellt. Für aktive Tage bietet die Radroute 8167 einen konkreten Anknüpfungspunkt. Sie verbindet Svojetín, Hořovičky und Klečetné. So können Sie bei Ihrer Reiseplanung zwischen kulturgeschichtlichen Zielen und einer Route mit mehreren verbundenen Orten abwägen, ohne Svojetín auf nur eine Sehenswürdigkeit zu reduzieren.
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