Netvořice: Museen, Geschichte und Blábolák

Netvořice zwischen Ortsgeschichte und Landschaft

Netvořice verbindet anschauliche Ortsgeschichte mit besonderen Museumssammlungen und einem markanten Landschaftspunkt. Wenn Sie für Ihren Aufenthalt kulturelle Entdeckungen mit einem Ausflug ins Umland verbinden möchten, finden Sie hier unterschiedliche Themen auf engem geografischem Bezug: sakrale Baugeschichte, Erinnerungsorte, historische Vereine und Sammlungen zu Handwerk, Technik und regionaler Vergangenheit.

Die Kirche Mariä Himmelfahrt wurde 1753 neu errichtet und gesegnet. Für die aktuelle Reiseplanung ist wichtig, dass sie wegen statischer Schäden bis auf Weiteres geschlossen ist. Die Kirche bleibt damit ein prägender Teil der Geschichte von Netvořice, ist derzeit jedoch nicht als Innenbesichtigung einzuplanen.

Museen mit ungewöhnlichen Sammlungen

Das Městské muzeum Netvořice bietet mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für eine kulturgeschichtliche Entdeckung. Dazu gehört eine 580 Stück umfassende Sammlung von Steinzeug aus einer Fabrik in Týnec aus dem 18. Jahrhundert. Außerdem umfasst das Museum eine Ausstellung über die Zwangsumsiedlung von Netvořice und seiner Umgebung während des Zweiten Weltkriegs. Ein Prototyp des Barták-Hochrads ergänzt die Sammlung um ein technisches Ausstellungsstück.

Für die Besichtigung des Městské muzeum Netvořice können nach telefonischer Vereinbarung auch Termine außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden. Das ist bei der persönlichen Planung besonders relevant, wenn Sie Ihren Besuch nicht ausschließlich an ein reguläres Zeitfenster binden möchten.

Ein zweiter, deutlich spezialisierterer Schwerpunkt ist das Muzeum smaltu a smaltovaného nádobí. Dort sehen Sie eine Sammlung von Emaille und emailliertem Geschirr. Besucher können die Geschichte von Emailleerzeugnissen kennenlernen; Frau Šmídová führt durch das Museum und gibt fachkundige Erläuterungen. Jeden August findet dort außerdem ein Handwerksmarkt statt. So lässt sich der Besuch mit einem saisonalen Termin verbinden, ohne die Ortsgeschichte auf ein einziges Thema zu begrenzen.

Baugeschichte, Erinnerungsorte und der Teich Blábolák

Auch die weltliche Geschichte von Netvořice ist an konkreten Daten ablesbar. Die Sokolovna Netvořice wurde am 3. August 1923 feierlich eröffnet. In diesem Gebäude fanden ab 1930 regelmäßige Filmvorführungen statt. Der Sbor Spasitele in Netvořice wurde am 28. September 1937 feierlich eröffnet. Ergänzend befindet sich in Netvořice das Denkmal „Pomník Obětem 1. a 2. světové války“.

Als landschaftlicher Bezugspunkt liegt Blábolák am westlichen Rand von Netvořice. Er ist der größte Teich dort und setzt einen ruhigen Kontrast zu den Museen und historischen Gebäuden. Wenn Sie Ihre Unterkunft in Netvořice auswählen, können Sie daher vorab überlegen, ob für Sie vor allem Ortsgeschichte, Museumssammlungen oder die Verbindung mit der Landschaft am westlichen Ortsrand im Mittelpunkt stehen soll.

Für die weitere Orientierung können Sie auch Beneschau, Sobesovice, Chotýšany, Hradiště, Nova Rabyne, Postupice, Václavice und Přestavlky U Čerčan ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Benešov.

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