Chotýšany: Kirche, Schloss und historische Entdeckungen
Chotýšany verbindet Dorfgeschichte, Schlosskultur und kleine Entdeckungen am Wasser. Für Familien und andere Reisende, die ihren Aufenthalt mit konkreten Sehenswürdigkeiten und regionalen Geschichten füllen möchten, bietet der Ort mehrere Anknüpfungspunkte: von der Kirche St. Havel und dem Schlosskomplex bis zum Neuen Teich, historischen Kreuzen und der Keramik von Ivana Syslová.
Kirche St. Havel und Schlosskomplex
Die Kirche St. Havel ist das Wahrzeichen von Chotýšany. Ihre frühesten schriftlichen Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1350. Das einschiffige Gotteshaus besitzt einen Westturm; seine heutige Gestalt geht auf einen Umbau im Jahr 1884 zurück. Im nördlichen Teil der Gemeinde, westlich der Kirche, liegt der Schlosskomplex von Chotýšany.
Zum denkmalgeschützten Schlosskomplex gehören das Schloss, zwei Getreidespeicher, ein Stall, ein Wirtschaftsgebäude, eine Festung, die Einfriedungsmauern, ein Schlosspark, ein Garten und eine Statue des heiligen Johannes von Nepomuk. Der Schlosspark zählt zu den geschützten Bestandteilen dieser Anlage. Das Schloss besitzt einen barocken Südflügel aus der Zeit vor der Mitte des 18. Jahrhunderts und einen neugotischen Nordflügel aus der Zeit vor 1841.
Festungsreste und Ortsgeschichte
Die ehemalige Festung Chotýšany lag im Areal des ehemaligen Wirtschaftshofs unmittelbar neben dem Schloss. Sie besaß einen isolierten Wohnbau aus dem späten 13. oder frühen 14. Jahrhundert. Nachdem ihre Wohnfunktion endete, wurde die Festung zunächst zu einer Brauerei und später zu einer Brennerei umgebaut. Zu den erhaltenen Resten gehören heute das Erdgeschoss eines rechteckigen, turmartigen Wohnbaus und ein Teil einer gebogenen Wehrmauer. Damit lässt sich die Geschichte des Ortes an baulichen Überresten aus unterschiedlichen Epochen nachvollziehen.
Kleine Denkmale zwischen Dorfplatz und Wegkreuzungen
Auf dem Dorfplatz steht ein Steinkreuz, das am 28. September 1881 errichtet wurde. 1928 wurde es neben das Kriegerdenkmal versetzt und steht dort bis heute. Ebenfalls auf dem Dorfplatz befindet sich eine der Jungfrau von Lourdes geweihte Kapelle. Sie wurde 1933 errichtet und am 13. August 1933 geweiht. In Chotýšany steht außerdem ein pfeilerförmiges Boží muka, ein religiöses Kleindenkmal.
Weitere Wegzeichen ergänzen das Ortsbild. Das Bildstock-Heiligtum bei der Straße zur ehemaligen Mühle „U Váňů“ steht an der Weggabelung von Chotýšany zur Siedlung Onšovice und zur Mühle. Das heute als „Kuthanův křížek“ bezeichnete gusseiserne Kreuz wurde etwa 1990 auf einem Steinsockel aufgestellt und steht zwischen zwei Linden. Ursprünglich befand sich dieses Kreuz an einer Wegkreuzung beim Teich „Císař“.
Neuer Teich, Keramik und Veranstaltungen
Der Neue Teich von Chotýšany trug früher den Namen „Židák“ und wird zum Sportangeln genutzt. Um ihn entstand ein kleiner Park mit Zierbäumen und Ziersträuchern. Einen weiteren kulturellen Akzent setzt die Keramik von Ivana Syslová: Ihre überwiegend gedrehte, glasierte und gebrannte Gebrauchskeramik ist meist weiß, blau oder grün glasiert und mit eingeritzten Mustern oder kleinen Punkten verziert. Auf Keramikmärkten, Jahrmärkten oder Bauernmärkten in der Umgebung können Sie ihre Arbeiten kennenlernen.
Der Verein der Freunde von Chotýšany ist mit den Chotýšaner Festen, Musikabenden und Theateraufführungen verbunden. Für einen zusätzlichen Ausflug liegt im benachbarten Katastergebiet in Richtung Benešov, etwa 3 km von Chotýšany entfernt, Schloss Jemniště. Dort gibt es Schloss- und Parkführungen, sommerliche Theateraufführungen für Kinder sowie Konzerte im Advent.
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