Netřebice – Geschichte und Entdeckungen

Netřebice ist ein Ziel für Reisende, die einen Ort über konkrete Geschichten, historische Details und regionale Spuren kennenlernen möchten. Der Lehrpfad Po stopách víly Netřebky führt durch Netřebice und die Umgebung des Ortes und wurde 2014 angelegt. Sein Verlauf bezieht damit sowohl den Ort als auch das weitere Umfeld in die Erkundung ein. So lässt sich die Ortsgeschichte mit historischen Bauwerken und der Landschaft rund um Netřebice verbinden.

Ein Ort mit langer Geschichte

Netřebice gehört zu den ältesten Siedlungen in der Region Nymburk und wurde im 11. oder 12. Jahrhundert gegründet. Im Jahr 1185 gehörte Netřebice den Kreuzherren von St. Maria. Der Überlieferung zufolge schenkte Alžběta, die Gemahlin des Fürsten Fridrich, Netřebice im Jahr 1186 den Johannitern. Im 16. Jahrhundert stand der Ort im Besitz des Schlosses Poděbrady. Die Geschichte führt damit von der Gründung im frühen Mittelalter über kirchliche Besitzverhältnisse bis zum Schloss Poděbrady im 16. Jahrhundert.

Glockenturm, Gehöft und Kapelle

Zu den markanten historischen Motiven von Netřebice gehört der Glockenturm. Der zweigeschossige gemauerte Bau besitzt ein glockenförmiges Dach und eine Laterne. Er stammt wahrscheinlich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts; seine Fassaden und sein Dach wurden 2012 restauriert. Ebenfalls aufschlussreich ist das Tor des Gehöfts Nr. 7. Es steht östlich des Dorfplatzes von Netřebice und ist ein spätbarockes Tor aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine kleine, kürzlich renovierte Kapelle der Jungfrau Maria ergänzt diese ortsgeschichtlichen Anhaltspunkte. Der Glockenturm, das Gehöftstor und die Kapelle verbinden dabei unterschiedliche Bauformen und Zeitspuren innerhalb von Netřebice.

Lehrpfad und historische Teichlandschaft

Auch die Geschichte der Landschaft reicht über den unmittelbaren Ortskern hinaus. Der Hauptdamm des historischen Rybník Blato lag an der Straße zwischen Kouty und Netřebice. Im weiteren regionalen Umfeld von Netřebice lag dieser historische Teich, der mit 996 Hektar der historisch größte Teich in Böhmen war. Er gehörte zum Teichsystem im Raum Poděbrady und Nymburk. Damit reicht die historische Landschaft von Netřebice über den Ortskern hinaus bis in das Teichsystem im Raum Poděbrady und Nymburk. Wer diesen Schwerpunkt wählt, ergänzt die Ortsgeschichte um die frühere Wasserlandschaft der Region.

Praktische Orientierung für den Aufenthalt

Netřebice hat keinen Bahnanschluss; der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Dymokury. Wenn Sie Ihre Unterkunft und Anreise mit der Bahn planen, ist diese Information ein wichtiger Teil der Ortswahl. Bei einem Aufenthalt mit Schwerpunkt auf Geschichte und Architektur lassen sich der Lehrpfad, der Glockenturm, das Gehöftstor, die Kapelle und die regionale Teichlandschaft als unterschiedliche Themenbereiche verbinden. Für eine Bahnanreise gehört die Lage des nächstgelegenen Bahnhofs daher zur persönlichen Planung. Die Auswahl richtet sich damit nach dem gewünschten Schwerpunkt zwischen Ortsgeschichte, Baukultur und Landschaftsgeschichte.

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