Nalžovice: Naturreservat und barocke Ortsgeschichte
Nalžovice zwischen Moldautal und Ortsgeschichte
Nalžovice ist ein Ziel für Reisende, die geschützte Landschaft und Baugeschichte in unterschiedlichen Facetten entdecken möchten. Im Mittelpunkt stehen das Moldautal mit dem Nationalen Naturreservat Drbákov–Albertovy skály, ein Lehrpfad mit Aussichtspunkten sowie Schloss-, Kirchen- und Ortsdetails aus mehreren Jahrhunderten.
Geschützte Natur am Moldau-Canyon
Im Katastralgebiet von Nalžovice liegt das Nationale Naturreservat Drbákov–Albertovy skály an der rechten Seite des mittleren Moldau-Canyons zwischen den Erholungszentren Oboz und Častoboř. Das Reservat schützt felsige Hänge im Moldautal mit natürlichen Wäldern, in denen die Europäische Eibe vorkommt, sowie Felssteppen mit seltenen und gefährdeten Arten.
Die steilen Hänge dürfen aus Gründen des Naturschutzes und der Besuchersicherheit nur auf dem markierten Lehrpfad betreten werden. Der Rundweg umfasst 11 Stationen mit Informationstafeln und Aussichtspunkten über das Moldautal. Damit ist die Route nicht nur durch ihre Landschaft, sondern auch durch ihre klar geregelte Wegeführung geprägt.
Barocke Spuren und historische Gebäude
Die Kapelle Panny Marie Bolestné ist eine eigenständig stehende barocke Schlosskapelle an der Nordseite des mittleren Schlossparks. Nach einem Brand im 19. Jahrhundert wurde sie verändert. Die heutige Gestalt des barocken Schlosses von Nalžovice stammt aus den Jahren 1750 bis 1760. Zum Schlosskomplex gehört außerdem ein großer Park in einem flachen Tal, der von einer steinernen Umfassungsmauer eingefasst ist. Das Schloss wird derzeit als soziale Betreuungseinrichtung für Mädchen mit geistiger Behinderung genutzt.
Weitere Einzelheiten der Ortsgeschichte zeigen das Renaissancepfarrhaus, das im Barock umgebaut wurde, und der Pfarrhof mit großem begrüntem Innenhof, Scheune sowie einer Umfassungsmauer mit getrennten Toren für Fahrzeuge und Fußgänger. Der gemauerte Pfeilerbildstock Boží muka besitzt eine kleine Kapelle an der Spitze und stammt aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert. Auf dem slawischen Burgwallgelände Na Hradě sind ein Querwall, die Struktur eines Tores und weitere Befestigungsspuren an den Hängen erkennbar.
Chlum und die Fahrradroute 8132
Auch Chlum gehört zu den dokumentierten Kulturzielen der Umgebung: Die Kirche des heiligen Wenzel erhielt ihr heutiges Aussehen bei Umbauten im Jahr 1790. Vom angrenzenden Dorfplatz führt eine markante, mit Statuen geschmückte barocke Treppe zur Kirche. Die Kirche und ihr Friedhof sind von Süden und Westen über örtliche Straßen zugänglich.
Für Radfahrende bietet die 20 Kilometer lange Fahrradroute 8132 eine klar bezeichnete Verbindung von Vojkov nach Křepenice über Chlum und Nalžovice. Ihre Länge gibt der Tour einen klaren zeitlichen Rahmen; Start, Ziel und die beiden durchquerten Orte machen ihren Verlauf übersichtlich. Zur Gemeinde Nalžovice gehört außerdem der Campingplatz OBOZ für Zelte und Wohnwagen.
Weitere Orte auf diesem Portal: Tušovice, Mokrovraty, Vysoký Chlumec, Zduchovice, Svaté Pole, Klucenice, Kňovice und Rosovice.
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