Kňovice – Schlosspark, Geschichte und Wege
Kňovice verbindet Schlossgeschichte, Erinnerungen und Wege für Radfahrer und Wanderer. Der Ort ist damit interessant für Reisende, die einen Aufenthalt nicht nur an einer einzelnen Sehenswürdigkeit ausrichten möchten. Familien können unterschiedliche Zugänge wählen: Baugeschichte im Schlosspark, eine klar datierte Ortsgeschichte, Hinweise auf frühe Besiedlung sowie eine Rad- und eine Wanderverbindung. Die einzelnen Themen bleiben dabei unterscheidbar und machen die Recherche für den eigenen Reiserhythmus übersichtlich.
Schlosspark und Baugeschichte
Das Areal von Schloss Kňovice befindet sich im Dorfhof. Die ehemalige Festung Kňovice wurde erstmals 1542 erwähnt. Das Barockschloss Kňovice entstand in der Zeit nach der Schlacht am Weißen Berg; im 19. Jahrhundert erhielt das Schloss durch eine pseudogotische Umgestaltung sein heutiges Erscheinungsbild. So treffen an einem Ort eine frühe Erwähnung, barocke Baugeschichte und eine spätere stilistische Veränderung aufeinander.
Der Schlosspark von Kňovice ist von einer steinernen Umfassungsmauer mit zwei Toren umgeben. Die barocke Kapelle St. Josef wurde 1729–1731 im Schlosspark errichtet und steht gegenüber der Südfassade des Schlosses. Diese genaue Lagebeziehung hilft Ihnen, Schloss, Park und Kapelle als zusammengehörige historische Bezugspunkte zu betrachten, ohne sie zu einer einzigen Bauphase zusammenzufassen.
Geschichte in mehreren Zeitebenen
Kňovice wurde am 31. Oktober 1943 zwangsweise Teil des Truppenübungsplatzes der Waffen-SS Benešov; die Bewohner kehrten nach 1945 in ihre Häuser zurück. Die Jahreszahlen markieren einen Einschnitt, der für die Ortsgeschichte ebenso wichtig ist wie die sichtbaren Gebäude. Wer mit Kindern reist, kann daran nachvollziehen, dass ein Ort nicht nur über Architektur, sondern auch über Veränderungen in seiner Geschichte erzählt.
Eine weitere Spur führt in die Kunstgeschichte: Das Porträt „Josefína“ von Josef Mánes gilt angeblich als Bildnis seiner in Kňovice geborenen Dienstmagd Františka „Fanynka“ Šťovíčková. Ergänzt wird dieses Spektrum durch zwei in Kňovice gefundene steinerne Flachbeile, die als Hinweis auf eine Besiedlung des Gebiets bereits in vorslawischer Zeit gelten. Kňovice lässt sich so über mehrere Zeitebenen erkunden, statt nur einen historischen Abschnitt zu zeigen.
Unterwegs zu Fuß und mit dem Rad
Für die aktive Orientierung stehen zwei unterschiedlich bezeichnete Verbindungen zur Verfügung: Der Radweg 8135 führt von Příčov über Kňovice bis zu einer Kreuzung bei Nová Ves. Ein gelb markierter Wanderweg führt durch Kňovice. Damit sind Verlauf und Markierung klar, während Länge, Dauer und Schwierigkeitsgrad offenbleiben.
Für Ihre Planung entsteht dadurch eine einfache Unterscheidung: Sie können gezielt nach dem Verlauf des Radwegs 8135 oder nach dem gelb markierten Wanderweg weiterrecherchieren.
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