Loučeň: Château, Schlosspark und Labyrinthe
Schlossgeschichte und Parklandschaft in Loučeň
Loučeň verbindet ein barockes Château mit einer weitläufigen Parklandschaft und ungewöhnlichen Entdeckungen. Das heutige barocke Château Loučeň wurde zwischen 1704 und 1713 erbaut. Mit dem Bau des englischen Schlossparks von Loučeň wurde 1828 unter Karl Anselm Thurn-Taxis begonnen. Der Schlosspark von Loučeň umfasst 23 Hektar und enthält 12 Labyrinthe und Irrgärten. Damit stehen bei einem Aufenthalt nicht nur historische Räume, sondern auch ein weitläufiges Gartenerlebnis mit vielen eigenständigen Stationen im Mittelpunkt. Château und Park gehören dadurch zu unterschiedlichen historischen Entwicklungsphasen des Ortes.
Château Loučeň und die Geschichte der Thurn-Taxis
Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Familie Thurn-Taxis verbunden: Sie wurde 1809 Eigentümerin von Loučeň; erster Eigentümer aus diesem Geschlecht war Maxmilian Thurn-Taxis. Die Innenräume des Château Loučeň wurden 1929 erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bei klassischen Führungen durch das Château Loučeň wird die Zeit vorgestellt, in der Fürst Alexandr und Fürstin Marie Thurn-Taxis dort lebten. So lässt sich der Besuch über Baugeschichte hinaus mit einem konkreten Kapitel der Ortsgeschichte verbinden.
Labyrinthe, Irrgärten und ein ausgeschilderter Lehrpfad
Ein ausgeschilderter Lehrpfad verbindet die Labyrinthe und Irrgärten. Er vermittelt ausführliche, thematisch geordnete Informationen zu deren historischen Wurzeln und heutigen Formen. Die historischen Wurzeln und heutigen Formen geben den zwölf Anlagen einen zeitlichen und gestalterischen Rahmen. Die thematische Ordnung ergänzt die Bewegung durch den Park um einen historischen Blick auf die Anlagen. Gerade die Verbindung aus Bewegung, Orientierung und Geschichte macht diesen Teil von Loučeň zu einer eigenständigen Erfahrung neben der Schlossbesichtigung.
Kirche, Denkmäler und weitere Spuren der Vergangenheit
Zur kulturellen Geschichte gehört auch die Kirche Nanebevzetí Panny Marie. Sie wurde 1710–1714 gleichzeitig mit dem Château Loučeň nach einem Entwurf von F. M. Kaňka errichtet und diente ursprünglich als Schlosskapelle des Château Loučeň. Auf der Spitze der Säule des Denkmals Helma steht die Darstellung eines Infanteriehelms. Beim Denkmal Truchlící anděl bei Boží voda erinnert eine weitere Geschichte an den General Karel Boromeu von Fürstenberg: Seine Witwe ließ es errichten, nachdem er 1799 in der Schlacht bei Stockach im Deutsch-Französischen Krieg gefallen war. Die Kirche stammt damit aus derselben Bauphase wie das Château. Das Denkmal Truchlící anděl verknüpft den Ort bei Boží voda mit dem Ereignis von 1799.
Parkbesuch mit Picknick
Im Park des Château Loučeň werden vom 1. Mai bis zum 31. Oktober Picknickkörbe für Paare und Familien mit Kindern sowie kleinere Lunchboxen angeboten. Die Ausgabe erfolgt zwischen 10:00 und 16:00 Uhr; eine Reservierung ist mindestens 24 Stunden im Voraus erforderlich. Für die Planung einer Pause im Park sind daher sowohl der Tageszeitraum als auch die Vorlaufzeit der Reservierung zu berücksichtigen.
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