Kuttenberg entdecken: Silbergeschichte, Kirchen und Wege im Vrchlice-Tal

Kuttenberg verbindet die Geschichte einer mittelalterlichen Königsstadt mit gotischen Kirchen, Silberbergbau und Wegen durch das Vrchlice-Tal. Kutná Hora entwickelte sich durch die Entdeckung und Ausbeutung reicher Silbererzadern und wurde im 14. Jahrhundert zu einer Königsstadt. Zugleich eröffnet das Vrchlice-Tal eine landschaftliche Seite mit alten Bergwerken, Mühlen und Natursehenswürdigkeiten.

Kirchen, Münzgeschichte und mittelalterliche Stadtbilder

Die Kirche der heiligen Barbara in Kutná Hora ist eine gotische Kirche. Ihre Innenfresken zeigen das weltliche Leben der mittelalterlichen Bergbaustadt Kutná Hora und verbinden den Sakralbau mit der Silbergeschichte. Der Vlašský dvůr war eine königliche Münzstätte und ein königlicher Palast. Heute ist er ein nationales Kulturdenkmal; seine Geschichte reicht bis in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts zurück. Beide Orte führen zu unterschiedlichen historischen Themen: religiöse Kunst und königliche Geschichte.

Die ehemalige Zisterzienser-Kathedrale Unserer Lieben Frau wurde im frühen 18. Jahrhundert von Jan Blažej Santini im Barockstil restauriert. Die Kirche Allerheiligen mit Beinhaus ist eine zweigeschossige gotische Kirche, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet wurde. Sie ist weiterhin eine funktionierende römisch-katholische Kirche, in der Messen gefeiert werden. So lässt sich in Sedlec die historische Gestaltung dieser Bauten mit ihrer fortbestehenden religiösen Nutzung verbinden.

Bergbau und Natur am Vrchlice-Tal

Unter Tage führt die Führung „Cesta stříbra“ Besucher in etwa 40 Metern Tiefe durch einen 250 Meter langen Abschnitt des ursprünglichen mittelalterlichen Bergwerks. Damit ergänzt sie die sichtbare Stadtgeschichte um den unterirdischen Verlauf eines mittelalterlichen Bergwerks. Der Lehrpfad durch das Vrchlice-Tal setzt einen anderen Schwerpunkt: Er verbindet Informationen über die lokale Geschichte sowie die Tier- und Pflanzenwelt mit alten Bergwerken, Stollen, Mühlen und Natursehenswürdigkeiten. Für die Tagesplanung unterscheiden sich damit der Besuch unter Tage und der Weg durch das Tal deutlich.

Der Lehrpfad verläuft überwiegend über Asphalt- oder befestigte Schotterwege sowie Waldwege und Pfade; größtenteils folgt er der rot markierten Wanderroute. Diese unterschiedlichen Wegoberflächen helfen bei der persönlichen Planung eines Spaziergangs oder einer Wanderung. In der näheren Umgebung von Kutná Hora liegen Kaňk, Písečný vrch [Malešov] und Vysoká, die jeweils als Hügel erfasst sind. Im weiteren Umfeld befindet sich Hořánck, ein als Berg erfasstes Landschaftsmerkmal. Zámek Kačina ist ein Schloss in der Umgebung von Kutná Hora. Damit reicht das Spektrum von markierten Wegen und Landschaftsmerkmalen bis zu einem weiteren kulturhistorischen Ziel.

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Verkehrsorientierung und weitere Ziele

Für die Anreiseorientierung gehört der Bahnhof Kutná Hora město zur Prager Integrierten Verkehrsanbindung, Zone 7, und ist in ein integriertes Verkehrssystem eingebunden. Die Verkehrszuordnung ergänzt die inhaltliche Orientierung: Sie können den Aufenthalt auf Kirchen und Stadtgeschichte konzentrieren, den Bergbau unter Tage einbeziehen oder das Vrchlice-Tal mit seinen Wegen und Natursehenswürdigkeiten als eigenen Schwerpunkt betrachten. Weitere Ziele: Kluky, Samopše, Staňkovice, Suchdol, Čejkovice, Opatovice I, Zleby und Červené Janovice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kutná Hora.