Kalivody: Buchenwälder, Wanderwege und Bergbaugeschichte
Kalivody verbindet eine ausgeprägte Waldlandschaft mit Wanderwegen, Lehrpfad-Stationen und Spuren der Steinkohleförderung. Für Ihre Reiseplanung stehen dabei unterschiedliche Erlebnisse zur Auswahl: ein jährliches Wanderereignis, kürzere und längere Rundwege sowie Einblicke in die Bedeutung der Buche und in die Geschichte der Štola Jindřich.
Wälder im Naturpark Džbán
Die Landschaft Dolíky bei Kalivody gehört zum Naturpark Džbán. Dieser ist durch langgestreckte tiefe Täler und ausgedehnte, überwiegend von Buchen geprägte Wälder gekennzeichnet und schützt diese Landschaft. Einen besonders markanten Naturraum bilden die Kalivodské bučiny: Das fast 200 Hektar große, europäisch bedeutsame Gebiet umfasst Buchenbestände, die bis zu 150 Jahre alt sind.
Wanderungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Der Rundweg Za falešnou borovicí ist ungefähr 11 Kilometer lang. Er führt von Kalivody über Bdín und den Berg Vošková nach Přerubenice und zurück nach Kalivody. Unterwegs bietet der Rundweg Ausblicke in die umliegenden Täler. Der Berg Vošková und die umliegenden Täler geben der Runde neben der Wegstrecke auch landschaftliche Bezugspunkte.
Die Wanderung Bučinami ke štole Jindřich beginnt am Rastplatz neben dem Gasthaus in Kalivody. Sie verläuft überwiegend auf Waldwegen und Pfaden, ist nicht markiert und für Spaziergänge mit Kinderwagen nicht geeignet. Die Strecke führt zu einem Unterstand mit Spielelementen, darunter einem hölzernen Xylophon. Für die Auswahl zwischen den beiden Rundwegen sind somit vor allem die ungefähre Länge, der Wegcharakter und die jeweilige Orientierung unterwegs wichtige Angaben.
Lehrpfad, Buche und Bergbau
Eine Tafel des Lehrpfads Naučná stezka Kalivodské bučiny informiert über die Bewirtschaftung der Waldbestände, über die Bedeutung alter und abgestorbener Bäume für das Waldleben sowie über die Bedeutung der Buche für den Menschen. Eine weitere Tafel auf der Wanderung erläutert den Kohleabbau in der Umgebung von Kalivody und weist auf den etwa 50 Meter entfernten Kohlestollen Jindřich hin.
Die Štola Jindřich belegt die tiefgehende Förderung von Steinkohle aus der Zeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. So ergänzt die Wanderung durch die Buchenwälder eine historische Spur, die den Landschaftsraum mit seiner früheren Nutzung verbindet. In der Umgebung von Kalivody werden außerdem Geschichten über den Herrn von Kalivody mit schwarzer Seele erzählt.
Wandern in und um Kalivody
Kalivody liegt außerhalb markierter Wanderwege sowie markierter Radwege und Radwanderrouten. Die beschriebenen Wege geben deshalb eine konkrete Orientierung für die Erkundung der Landschaft. Ein fester Termin im Jahreskalender ist das Wander- und Nordic-Walking-Ereignis Kalivodské hůlkování. Es findet jedes Jahr am letzten Samstag im Juni statt und steht allen offen, die an der Wanderung teilnehmen möchten.
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