Jílové u Prahy – Goldgeschichte, Stollen und Wege

Jílové u Prahy ist ein Ziel für Reisende, die tschechische Goldgeschichte nicht nur in Vitrinen, sondern auch in Stollen, Kirchen, Brücken und auf Wegen durch die Landschaft entdecken möchten. Der historische Kern, unterirdische Bergbauanlagen und Aussichtspunkte eröffnen unterschiedliche Erlebnisse für einen Aufenthalt mit Kultur und Bewegung.

Goldgeschichte im Museum und unter Tage

Im Regionalmuseum in Jílové u Prahy zeichnet die Ausstellung „Krok za krokem zlatou historií“ die Geschichte des Goldes nach: von der Goldgewinnung durch keltisches Goldwaschen bis zum mittelalterlichen Tiefbergbau. Zu ihr gehören ein begehbarer nachgebildeter Bergbaustollen und eine Augmented-Reality-Anwendung, die Bergbaumaschinen animiert. So stehen historische Entwicklung und anschauliche Elemente nebeneinander.

Bei den Goldminen von Jílové bietet die unterirdische Via Ferrata ein besonderes Format. Sie führt durch Bergbaukammern aus der Zeit der Herrschaft Karls IV. und endet mit einem Abstieg über Leitern und Treppen durch historische Grubenbaue, bevor die Route zum Václav-Stollen zurückgeht. Bei den Goldminen führt außerdem eine unterirdische Bahn zum Schacht Pepř.

Stollen mit unterschiedlichen Schwerpunkten

In der Umgebung von Jílové u Prahy gehört die Štola sv. Josefa zu den ältesten für die Öffentlichkeit zugänglichen Bergbauanlagen in Tschechien. Bislang sind dort 280 m an Stollen und Gängen bekannt; außerdem ist die Anlage ein Nationales Kulturdenkmal.

Die Štola sv. Antonína Paduánského liegt im Stadtteil Studené von Jílové u Prahy nahe dem Žampach-Viadukt. Ihre Besucherroute verläuft über zwei Ebenen, die durch sieben Leitern in einem ursprünglichen engen Schacht verbunden sind. Am Eingangsportal steht eine steinerne Statue des heiligen Antonius von Padua. Die Štola Halíře in der Umgebung ist dagegen ein Erkundungsstollen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts mit einem einzigartigen rautenförmigen Profil. Sie ist auch für Besucher mit eingeschränkter Mobilität zugänglich; dort können Besucher Goldwaschen ausprobieren.

Historischer Ortskern und markante Bauwerke

Der historische Kern von Jílové u Prahy wurde 1992 vom Kulturministerium der Tschechischen Republik zur städtischen Denkmalzone erklärt. Zum Komplex von Kostel sv. Vojtěcha gehört eine Statue des heiligen Johannes von Nepomuk; außerdem gehören eine Terrassenmauer und eine Zugangstreppe dazu. Kostel sv. Vojtěcha selbst ist eine frühgotische Kirche.

Kostel Božího těla ist eine Friedhofskirche auf einer Anhöhe westlich von Jílové u Prahy. Bei ihr befindet sich der aus dem Jahr 1847 stammende Grabstein von Ida Václavíčková, der älteste erhaltene Grabstein vor Ort. Ein weiteres markantes Bauwerk ist die Žampach-Eisenbahnbrücke, die ein tief eingeschnittenes Tal auf sieben steinernen Halbkreisbögen überspannt.

Wandern, Radfahren und Aussicht

Jílové u Prahy ist Ausgangspunkt mehrerer Wander- und Radwege mit reizvollen Aussichtspunkten, darunter die Rozhledna Pepř. Die öffentliche Aussichtsplattform steht auf einem Telekommunikationsturm auf dem 449 m hohen Hügel Pepř, etwa 1 km südlich von Jílové u Prahy. Die Plattform liegt 18 m über dem Boden und ist über 91 Stufen erreichbar. Ein leichter Rundweg um Jílové u Prahy verläuft auf einem Teil des Lehrpfads Jílovské vyhlídky.

Die unterschiedlichen Routen und der Rundweg bieten dabei eine konkrete Grundlage, um den gewünschten Schwerpunkt Ihres Aufenthalts festzulegen.

Weitere Orte zur Orientierung

Weitere Ziele auf dieser Ebene finden Sie bei Stechovice, Drahelčice, Prŭhonice, Choteč, Tursko, Petrov, Vrané Nad Vltavou und Svrkyně.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Praha-Západ.

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