Horky: Kirche, Geschichte und Eisenbahn

Horky verbindet barocke Architektur, frühe Ortsgeschichte, Erinnerungsorte und Eisenbahngeschichte. Wenn Sie einen Aufenthalt mit konkreten historischen Entdeckungen verbinden möchten, führt die St.-Wenzel-Kirche zu mehreren Epochen: Ihr romanischer Kern reicht ungefähr in das frühe 13. Jahrhundert zurück, während ihre heutige Gestalt vom Barock geprägt ist.

St. Wenzel auf der Anhöhe

Die Filialkirche St. Wenzel ist ein barocker Bau mit ursprünglich romanischen Mauerabschnitten. Ihre schlichte spätbarocke Außenfassung wird durch breite Fenster mit Segmentbogenabschlüssen bestimmt. Die Kirche ist von einem Friedhof umgeben, der durch eine steinerne Mauer eingefasst ist. Im Inneren befindet sich eine barocke Orgelempore aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, die zeitgleich mit dem Bau der Kirche entstand. Ebenfalls aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammt die hölzerne Rokoko-Kanzel an der Nordseite des Langhauses; sie ist von der Sakristei aus zugänglich.

Auch die Lage macht die Kirche zu einem markanten Bezugspunkt in Horky. Sie steht auf einer niedrigen, weithin sichtbaren Anhöhe, an der das Čáslaver Becken allmählich in die Böhmisch-Mährische Höhe übergeht. Für die Ortsgeschichte reicht der Blick noch weiter zurück: Die erste schriftliche Erwähnung von Horky stammt aus dem Jahr 1268, als ein Pfarrer aus Horky erwähnt wurde. Eine Feste in Horky wurde erstmals 1454 erwähnt und verschwand später. Während der Kämpfe im Jahr 1618 brannten Horky und seine Kirche nieder.

Erinnerungsorte mit konkreten Geschichten

Das Pomník padlých erinnert an fünf Menschen, die am 5. Mai 1945 in Horky unter den Schüssen der Besatzungstruppen ums Leben kamen. Unter den Toten waren Mitglieder des gerade gegründeten Widerstands. Eine andere Geschichte erzählt das Pomník inženýra Muchy: Es wurde 1935, ein Jahr nach dem Unfall, an der Unfallstelle errichtet. Bei einem Training für dasselbe Rennen kam der Fahrer am 6. Juni 1934 bei Horky von der Straße ab, wurde schwer verletzt und starb am 24. Juni 1934 an den Folgen seiner Verletzungen. Das Pomníček Josefa Havelky erinnert an den Bauern Josef Havelka aus Potěhy, der am 23. Januar 1902 in Daleky erschossen wurde.

Horky und die Eisenbahnstrecke 230

Der Bahnhof Horky u Čáslavi liegt an der Strecke 230 zwischen Kolín und Havlíčkův Brod. Er bietet einen barrierefreien Zugang zum Stationsgebäude beziehungsweise Unterstand und zu allen Bahnsteigen. Nach dem Bau der wichtigen Eisenbahnstrecke in den 1880er Jahren wuchs Horky stark. Damit gehört auch die Entwicklung des Ortes zur Geschichte, die Sie hier nicht nur an der Kirche, sondern ebenso an der Bahnlinie und den Erinnerungszeichen nachvollziehen können.

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