Žehušice: Schlossgeschichte, Weißhirsche und Musik im Juni

Žehušice verbindet barocke und ältere Baugeschichte mit einem ungewöhnlichen Naturthema: In der Žehušická obora lebt eine der wenigen Weißhirschherden der Welt, während historische Gebäude und ein jährliches Musikfestival die kulturelle Seite des Ortes prägen. Wenn Sie für Ihre Reise zwischen Naturbeobachtung, Ortsgeschichte und einem konkreten Veranstaltungstermin abwägen, bietet Žehušice mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte.

Schloss und Park: wichtige Hinweise zur Zugänglichkeit

Das Schloss Žehušice ist derzeit nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Auch der Schlosspark von Žehušice ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Beide Angaben sind für die Reiseplanung wesentlich, denn die Schlossanlage gehört zwar zu den prägenden historischen Themen des Ortes, kann aber nicht wie ein regulär geöffnetes Ausflugsziel eingeplant werden. Der Schlosspark enthält seltene Gehölze und gilt als dendrologische Lokalität.

Die Žehušická obora und ihre Weißhirsche

Ein eigenständiger Schwerpunkt ist die Žehušická obora. Dort wird seit mehr als 150 Jahren eine der wenigen Weißhirschherden der Welt gehalten; die Herde zählt etwa 130 Tiere. Die Anlage besteht in ihrer heutigen Form seit 1867, umfasst 270 Hektar und liegt zwischen Žehušice und Bojmany. Der ehemalige Damm des Teichs Kravinec bildet den wichtigsten Rundweg durch die Žehušická obora. Damit steht neben der Schlossgeschichte ein großflächiger Landschafts- und Tierbestand im Mittelpunkt des Ortsbildes.

Kirche und historische Bauwerke

Die Kirche St. Markus, auf Tschechisch Kostel sv. Marka, ist ein spätbarocker Bau aus dem Jahr 1760. Sie kann während der regulären Gottesdienste besucht werden, was sie von den nicht öffentlich zugänglichen Bereichen rund um das Schloss unterscheidet.

Der Alte Schlossbau Starý zámek bewahrt den Kern einer gotischen Festung, die im 16. Jahrhundert umgebaut wurde. An seinen Fassaden sind Reste von Sgraffiti sowie ein gotisches Tor, ein Renaissanceportal und Renaissance-Fenstergewände erhalten. Starý zámek gilt außerdem als Geburtsort des Hornvirtuosen Jan Václav Stich, der in Italien unter dem Namen Giovanni Punto bekannt wurde.

Das Schloss Žehušice wurde 1679 von Francesco Carati im Barockstil erbaut. 1826 gestaltete Graf Josef Matyáš Thun es im Empirestil um. Zur älteren Ortsgeschichte gehören außerdem das historische Brauereigebäude, das Ende des 17. Jahrhunderts errichtet und mit einer barocken Außenansicht versehen wurde, sowie die Gutsspeicheranlage von Žehušice. Sie wird als ältester Renaissance-Turmspeicher im Bezirk mit schießschartenartigen Fenstern bezeichnet.

Ein Musiktermin im Juni

Jedes Jahr im Juni findet in Žehušice das dem Hornvirtuosen Jan Václav Stich gewidmete Musikfestival „Slavnost lesního rohu“ statt. Der Termin verbindet die lokale Baugeschichte mit der Biografie eines Musikers, der unter dem Namen Giovanni Punto auch in Italien bekannt wurde. Für Ihre Reiseplanung ist das Festival deshalb ein klarer zeitlicher Schwerpunkt, während die obora und die historischen Bauwerke für andere Interessen in Ihrer Reisegruppe stehen.

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