Chuchelná: Geschichte, Wald und Radroute
Chuchelná verbindet eine markante Lichnovský-Geschichte mit sakraler Architektur, einem militärhistorischen Museum und dem Chuchelenský les. So können Sie bei der Wahl Ihres Aufenthalts zwischen Kultur, Natur und einer grenzüberschreitenden Radroute unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Wer Kultur und Bewegung verbinden möchte, findet dafür markante Bauwerke, eine naturkundlich interessante Waldlandschaft und eine grenzüberschreitende Radverbindung.
Lichnovský-Geschichte und besondere Bauwerke
Chuchelná wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts zum Zentrum eines großen Lichnovský-Guts. Das Schloss Zámek Lichnovských diente als Jagd- und Ausflugsresidenz. Heute ist die Kapelle sv. Kříže mit der Familiengruft der Lichnovských in einem Park neben dem Dorfteich im Zentrum von Chuchelná ein prägnanter historischer Bezugspunkt. Der anspruchsvoll gestaltete, romantisierende Zentralbau besteht aus unverputztem Sichtziegelmauerwerk. In der Krypta befinden sich drei restaurierte Sarkophage von Mitgliedern der fürstlichen Familie Lichnovských.
Der Zámecký park ist heute 5,5 Hektar groß; seine heutige Gestalt entstand etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auch die Kirchenbaugeschichte des Ortes zeigt deutliche Brüche: Die ursprüngliche Kirche Povýšení sv. Kříže wurde 1921 und 1922 erbaut und während des Zweiten Weltkriegs zerstört. Die neue Kirche Povýšení sv. Kříže wurde von Jan Krömer entworfen und 1996 geweiht. Das Mausoleum der Lichnovských wurde 1902 und 1903 von dem bekannten Opavaer Baumeister Julius Lundwall entworfen und errichtet. Gut, Residenz, Park, Kapelle und Mausoleum stehen für verschiedene Stationen der Ortsgeschichte.
Museum mit militärhistorischem Schwerpunkt
Das Muzeum Chuchelná verfügt über eine Dauerausstellung zum Zweiten Weltkrieg von 1938 bis 1945. Die militärhistorische Ausstellung entstand aus der mehrjährigen Arbeit von Mitgliedern eines historisch-landeskundlichen Vereins, die sich mit der Kriegsgeschichte der Region befassen. Im Museum sind militärische Uniformen ausgestellt; außerdem umfasst es einen begehbaren Luftschutzbunker. Besucher können dort auch das Bewachen eines Grenzübergangs ausprobieren. Führungen bietet das Muzeum Chuchelná nach vorheriger Vereinbarung an. Der Besuch verbindet damit Ausstellungsstücke, einen begehbaren Ort und eine eigene Aktivität.
Wald, Pflanzen und Radfahren
Der Chuchelenský les ist in der naturwissenschaftlichen Literatur bekannt, insbesondere bei Geologen, die sich mit dem Quartär befassen, und bei Botanikern. Im Wald kommen montane und submontane Pflanzenelemente vor, darunter sedmikvítek evropský, žebrovice různolistá, samorostlík klasnatý, kýchavice zelenokvětá und věsenka nachová. Die tiefen Wälder rund um Chuchelná laden zum Wandern und Radfahren auf den regionalen Radwegen ein.
Für eine klar umrissene Fahrradtour steht die 12,5 km lange Radroute 6096. Sie führt vom Grenzübergang Krzanowice / Chuchelná über Bohuslavice und Kozmice und schließt vor dem Hlučíner See an die Radroute 55 an. Der Grenzübergang Chuchelná–Krzanowice ermöglicht eine Verbindung nach Polen für den kleinen Grenzverkehr. Der Anschluss an die Radroute 55 bietet neben der 12,5-Kilometer-Strecke eine weitere ausgewiesene Verbindung.
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