Sudice entdecken: Kirchen, Radwege und Hügellandschaft
Zwischen Hügelland und Kirchen
Sudice liegt in der sanft hügeligen Agrarlandschaft der Hlučínská pahorkatina. Der Ort fällt zum Tal des Oldřišovský potok ab und liegt auf einer Höhe von 238 bis 255 m über dem Meeresspiegel. Durch Sudice fließt außerdem der Bach Bílá voda. Diese Landschaft bildet den ruhigen Rahmen für eine Reise, bei der sich Natur, regionale Geschichte, Kirchen und grenznahe Radrouten miteinander verbinden lassen.
Kirchen und Baugeschichte
Ein besonderer kultureller Bezugspunkt ist der Komplex der Kirche des heiligen Johannes des Täufers. Er wurde 1990 zum Kulturdenkmal erklärt. In Sudice steht außerdem eine 1909 geweihte evangelische und orthodoxe Kirche, die ursprünglich als evangelische Begräbniskapelle errichtet wurde. Heute werden dort Gottesdienste beider Konfessionen gefeiert. Die Verbindung von evangelischer und orthodoxer Nutzung verleiht dem Bau eine besondere religiöse und historische Prägung.
Zur örtlichen Baugeschichte gehört auch die Basilika des heiligen Johannes des Täufers. Sie ist eine pseudogotische, dreischiffige Basilika mit Querschiff und wurde 1904–1906 aus roten Ziegeln und Stein errichtet. Wer sich für Architektur interessiert, findet in Sudice damit mehrere unterschiedliche historische Anknüpfungspunkte, statt nur ein einzelnes Bauwerk vorzufinden.
Erinnerungsorte rund um Sudice
Außerhalb von Sudice steht an der Straße zur tschechisch-polnischen Grenze das Denkmal der tschechoslowakischen Panzerbesatzungen. Es wurde 1960 errichtet. Auch die Geschichte des Ortes ist mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verbunden: Sudice war am 28. März 1945 die erste befreite Gemeinde im Bezirk Opava. Diese beiden Hinweise ergänzen den Kirchenbesuch um einen eigenständigen historischen Schwerpunkt.
Radfahren und Wandern im Grenzraum
Für Radtouren führt die Route 6055 von Třebom über Sudice, Rohov und Strahovice durch den Chuchelenský les in Richtung Albertovec und weiter nach Kravaře. Eine weitere Verbindung bietet die 8,0 km lange Radroute 6153. Sie führt vom Grenzübergang Kietrz/Třebom über Třebom, schließt dort an die Radroute 6055 nach Sudice an und verläuft weiter zum Grenzübergang in Richtung Racibórz.
Eine blau markierte Wanderroute führt von Sudice nach Hlučín über Rohov und Strahovice nach Chuchelná, durch den Chuchelna- und Bělá-Wald und anschließend an Resten der Grenzbefestigung vorbei. Ihr Ziel ist eine rekonstruierte und öffentlich zugängliche Festung im Areal der tschechoslowakischen Befestigungsanlagen.
Sudický odpust und regionale Tradition
Ein wichtiger Termin im örtlichen Jahreslauf ist der Sudický odpust. Das zweitägige Fest findet jährlich am Festtag des heiligen Johannes des Täufers statt und ehrt den Schutzpatron der Gemeinde Sudice. Am Samstag gehören Musik und ein Feuerwerk zum Programm. Beim Fest werden außerdem reichhaltige Erfrischungen mit zahlreichen hausgemachten Spezialitäten angeboten. Wer Sudice nicht nur über Bauwerke und Wege, sondern auch über eine örtliche Tradition kennenlernen möchte, findet hier einen klar umrissenen Anlass.
Anreise und Wahl des Ausgangsortes
Busverbindungen verbinden Sudice mit Opava und Ostrava. Am Straßengrenzübergang Sudice–Pietraszyn zwischen Polen und Tschechien wurden die Bauarbeiten am 14. Oktober 1993 abgeschlossen.
Für die weitere Suche stehen außerdem Oldřišov, Budišovice, Ludgeřovice, Lhotka U Litultovic, Dobroslavice, Dolní Benešov, Branka U Opavy und Sosnová zur Verfügung.
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