Střevač zwischen Kulturerbe und Landschaft

Střevač verbindet geschützte Baukultur mit einer Landschaft, in der Höhenrücken, der Teich Mordýř, Feuchtwiesen und der UNESCO-Geopark Český ráj zusammentreffen. Wenn Sie für Ihre Reise nach Tschechien einen Ort mit historischen Spuren und unterschiedlichen Naturbildern suchen, finden Sie hier mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte: in Střevač selbst, in Štidla und Nadslav sowie im östlichen Teil des Gemeindegebiets.

Barocke Spuren in Střevač und Štidla

Ein wichtiger Schwerpunkt ist die dörfliche Denkmalzone Štidla. Sie wurde durch die Verordnung des tschechischen Kulturministeriums Nr. 413/2004 Sb. vom 24. Juni 2004 ausgewiesen und ist seit dem 1. Januar 2005 wirksam. Zur historischen Substanz gehört die ländliche Hofanlage Nr. 8 in Štidla, eine erhaltene Wirtschaftsanlage aus der Zeit um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert mit ursprünglicher baulicher Anordnung.

In Střevač steht eine barocke Kornkammer, die 1690 aus Stein der damals abgetragenen ursprünglichen Festung errichtet wurde. Eine weitere barocke Kornkammer am Südrand von Střevač ist als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt. Auf dem Dorfplatz von Štidla erinnert die spätbarocke Statue der Kreuzigung aus dem Jahr 1780 an die religiöse Kunsttradition; sie gilt als Kulturdenkmal von regionaler Bedeutung.

Auch in Střevač selbst stehen zwei markante Denkmale aus dem Jahr 1754: die barocke Säule mit der Statue der Immaculata und das spätbarocke Kalvarienbergensemble gegenüber dem Gemeindeamt. Beide sind als Kulturdenkmäler der Tschechischen Republik geschützt. Die historische Entwicklung des Ortes reicht darüber hinaus zurück: Střevač wurde 1896 erneut zum městys erhoben.

Nadslav und die Natur zwischen den Höhenrücken

In Nadslav befindet sich die einschiffige gotische Kirche des heiligen Prokop. Zu ihr gehören ein Friedhof mit steinerner Umfriedung und ein hölzerner Glockenturm aus dem 19. Jahrhundert; seit 1964 ist die Kirche als Kulturdenkmal geschützt. Damit ergänzt Nadslav die barocken Zeugnisse von Střevač und Štidla um ein deutlich älteres sakrales Bauwerk.

Für die Landschaftsperspektive ist die Lage von Střevač zwischen zwei lang gestreckten Höhenrücken charakteristisch. Der nördliche, mit Nadelbäumen bewachsene Rücken ist von Wanderwegen durchzogen. Der östliche und nördliche Teil des Gemeindegebiets von Střevač liegt im UNESCO-Geopark Český ráj. Seine Grenze folgt Straßen der Klassen II und III, die durch Střevač, Nadslav und Štidla verlaufen.

Im östlichen Teil des Verwaltungsgebiets erstreckt sich außerdem die barock komponierte Landschaft Mariánská zahrada. Sie umfasst die Siedlungen Střevač, Nadslav und Štidla. Einen weiteren Naturakzent setzen der Teich Mordýř und die angrenzenden Feuchtwiesen, die Lebensraum für Rotbauchunken und weitere Amphibien bieten. Das Naturdenkmal Nadslav schützt ebenfalls den Lebensraum der stark gefährdeten Rotbauchunke (Bombina bombina).

Střevač ist durch Busverbindungen und durch das Gemeindegebiet verlaufende Straßen erschlossen.

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