Rašín entdecken

Rašín verbindet eine leicht gewellte Agrarlandschaft mit bemerkenswerten Spuren der Geschichte und besonderen Natur- und Kulturthemen.

Agrarlandschaft zwischen Feldern und Wasserläufen

Rašín liegt in der Cidlinská tabule, einer flachen Hügellandschaft im Einzugsgebiet der Cidlina, der Javorka und der Bystřice. Das konkrete Landschaftsbild ist nur leicht gewellt. Seit mehr als einem Jahrhundert ist Rašín größtenteils von Feldern umgeben; auf ihnen werden seit der gesamten bekannten Geschichte Zuckerrüben, Mais, Getreide und Kartoffeln angebaut. Ein Netz aus Feldwegen mit begrünten Gräben durchzieht diese Agrarlandschaft und macht ihren landwirtschaftlichen Charakter sichtbar, ohne dass daraus eine bestimmte Nutzung oder ein ausgeschildertes Ausflugsangebot abgeleitet werden sollte.

Rašín liegt im Einzugsgebiet des Rašínský potok. Dieser mündet oberhalb von Bříšťany in den Bašnický potok. Für die Orientierung ist außerdem die Eisenbahnstrecke Turnov–Hradec Králové relevant: Rašín liegt zwischen den Stationen Jeřice und Třebovětice.

Geschichte und sichtbare Kultur

Die schriftliche Geschichte reicht weit zurück: Erstmals wurde Rašín im Jahr 1134 in Dokumenten erwähnt. Jan, der Prager Bischof, kaufte Rašín und schenkte es dem Kloster Strahov. Ende des 18. Jahrhunderts war der Ort für seine Pferdezucht bekannt. Diese historischen Eckpunkte geben der heutigen Landschaft eine zusätzliche zeitliche Tiefe.

Im Ort besitzen kleine Architekturobjekte, Kriegsopferdenkmäler, Skulpturen und Glockentürme kulturhistorischen Wert. Eine deutlich umfangreichere Kunstsammlung bietet der Skulpturenpark U Sv. Gotharda I und II: Dort befinden sich mehr als hundert Sandsteinskulpturen von Bildhauern aus Europa, Asien und Amerika. Der Skulpturenpark ist ganzjährig frei zugänglich und eignet sich damit als eigenständiger Kulturbaustein für eine Reiseplanung, unabhängig davon, ob Sie eher historische Zusammenhänge oder moderne Kunst im öffentlichen Raum suchen.

Naturdenkmal Kazatelna

Das Naturdenkmal „Kazatelna“ wurde 1998 im Katastergebiet von Rašín, das teilweise zur Gemeinde Ostrov gehört, auf einer Fläche von 69 ha ausgewiesen. Dort gibt es einen xerothermen Wald des Verbands Quercion mit geschützten und gefährdeten Pflanzenarten. Der Fachbegriff „xerotherm“ bezeichnet dabei einen besonders trockenen und warmen Lebensraum. Besucher sollen auf den markierten Wegen bleiben. Kazatelna ist unter anderem über die Gemeinde Klenice erreichbar, sodass die genaue Orientierung zu diesem Naturziel ein eigener Teil der Ausflugsplanung bleibt.

Weitere Reiseideen

Als zusätzliche Stationen können Sie das natürliche Freibad Dachova mit seiner bemerkenswerten Holzarchitektur aus den 1920er Jahren sowie die Traily Hořice vormerken. Die Traily Hořice umfassen drei für die Öffentlichkeit bestimmte Wege mit einer Gesamtlänge von 3,7 km. Damit stehen neben Landschaft und Geschichte auch ein Bad mit besonderer Baugestalt und ein klar umrissenes Wegangebot als unterschiedliche Reisebausteine zur Auswahl.

Für Ihre weitere Recherche können Sie außerdem Sukorady, Lískovice, Liban, Žeretice, Libošovice, Ohařice, Brdy und Mladějov öffnen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jičín.

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