Ohnišťany entdecken
Ohnišťany verbindet eindrucksvolle Ortsgeschichte mit einer 32 km langen Radroute durch eine flache Landschaft. Wer in Tschechien Kultur und Radfahren miteinander verbinden möchte, findet hier zwei unterschiedliche Zugänge: historische Spuren im Ort und eine Strecke mit geringen Höhenunterschieden, die durch Straßen der III. Klasse sowie befestigte örtliche Wege führt.
Festung, Kirche und barocke Kunst
Die Geschichte von Ohnišťany reicht weit zurück. Eine Festung ist bereits für das Jahr 1318 belegt. Die ehemalige Anlage stand auf einem Grundstück, das bis heute „Zámeček“ heißt. Zu ihrer historischen Gestalt gehörte ein Wassergraben, der aus dem Bach der ehemaligen Siedlung Nové Ohnišťany gespeist wurde. Reste der Mauern des ursprünglichen Hofes sind noch an den Ställen Nr. 102 und Nr. 116 zu sehen. Der Hof selbst wurde von Albrecht z Valdštejna etwa 1624–1626 errichtet. Damit liegen in Ohnišťany mehrere zeitlich unterschiedliche Spuren eng in der Ortsgeschichte nebeneinander.
Auch die Kirche bietet konkrete Details für eine kulturelle Entdeckung. Das Gemälde am Hauptaltar stammt aus dem Jahr 1871 und wurde vom akademischen Maler Alois Sajfrt aus Vrchlabí geschaffen. Eine umfassende Renovierung des Kircheninneren wurde 1910 vom damaligen Patron der Kirche und Besitzer von Podlesí, Kadlík, veranlasst. Nach einem Brand wurde die Kirche in ihrer heutigen Form wiederaufgebaut. Im Ort steht außerdem ein Pfeiler mit der Statue des heiligen Johannes von Nepomuk. Das Kulturministerium erklärte ihn 2005 zum Kulturdenkmal und bezeichnete die Statue als ein qualitätvolles Werk der ostböhmischen Barockskulptur.
Radfahren in flacher Landschaft
Die Radroute Kladruby nad Labem–Ohnišťany führt über 32 km durch Ohnišťany. Ihre flache Landschaft mit geringen Höhenunterschieden unterscheidet sie deutlich von Routen, bei denen starke Steigungen das Erlebnis bestimmen. Für Familien oder Gruppen mit unterschiedlichem Tempo bietet diese Information eine sachliche Grundlage, um die gewünschte Tagesgestaltung einzuschätzen. Die Streckenführung nutzt Straßen der III. Klasse und befestigte örtliche Wege; genau diese dokumentierte Kombination gehört zur Charakteristik der Route.
Zur regionalen Orientierung gehört außerdem die Eisenbahnstrecke, die von Chlumec nad Cidlinou über Stará Paka nach Trutnov führt. Die Eisenbahn im Gebiet von Ohnišťany wurde zwischen 1867 und 1870 gebaut. Eine aktuelle Anreise- oder Betriebsinformation ist damit nicht verbunden, doch die Strecke ergänzt das historische Bild der Entwicklung des Ortes.
Ein Anlass aus der jüngeren Ortsgeschichte
Am Samstag, dem 7. Juni 2025, veranstaltete die Mateřská škola Sedmikráska die traditionelle Radtour „Ohnišťanský pedál“. Das Datum macht deutlich, dass Radfahren in Ohnišťany auch im örtlichen Veranstaltungskalender sichtbar war; es ist jedoch ein vergangener Termin und kein Hinweis auf einen künftigen Veranstaltungstermin.
Bei der Wahl einer Unterkunft können Sie daher zunächst entscheiden, ob der Schwerpunkt Ihrer Reise auf den historischen Motiven von Ohnišťany oder auf der dokumentierten Radroute liegen soll. Für die weitere Suche nach passenden Zielen stehen Ihnen außerdem Lovčice, Chudeřice, Písek, Puchlovice, Černilov, Lochenice, Nepolisy und Dobřenice zur Verfügung.
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