Ohaveč – Dorfplatz, Geschichte und Ostruženské rybníky

Ohaveč verbindet eine ungewöhnlich weit zurückreichende Siedlungsgeschichte mit einem überschaubaren Dorfplatz und geschützten Landschaftselementen. Wer für eine Reise nach Tschechien historische Spuren und Naturraum miteinander verbinden möchte, findet hier konkrete Anknüpfungspunkte: Die Gegend steht mit den nahe gelegenen Prachovské skály in Verbindung, während sich vom Dorfplatz aus der Velišský hřbet und die Ostruženské rybníky sehen lassen.

Frühe Siedlungsspuren und ein mittelalterliches Dorf

Das Gebiet um Ohaveč war bereits zwischen dem 6. und dem 5. Jahrtausend v. Chr. besiedelt und gehörte zum Siedlungsareal der nahe gelegenen Prachovské skály. Diese frühe Zeit ist nicht nur eine Jahreszahl: Bei archäologischen Untersuchungen im Gebiet wurden mindestens 90 Objekte freigelegt, darunter Hütten und Gruben. Hinzu kommen zahlreiche steinerne Werkzeuge und Keramikscherben. Die archäologischen Spuren reichen dabei von baulichen Resten bis zu einzelnen Gegenständen der frühen Siedlungsphase um Ohaveč. Für Besucher entsteht dadurch ein greifbarer Zugang zu einer Landschaft, deren Geschichte deutlich vor den heute sichtbaren Siedlungsformen beginnt.

Das mittelalterliche Dorf Ohaveč wird erstmals im Jahr 1327 erwähnt. Die Entwicklung des Ortes lässt sich damit über mehrere klar unterscheidbare Epochen verfolgen, ohne dass Ohaveč auf einen einzelnen historischen Abschnitt reduziert werden muss.

Der Dorfplatz als Orientierungspunkt

Bei der Fahrt von Sobotka nach Jičín führt die Straße durch Ohaveč. Der anmutige Dorfplatz liegt einige Dutzend Meter südlich davon und bildet einen eigenen Bezugspunkt innerhalb des Ortes. Von hier aus bietet sich ein Blick auf den Velišský hřbet. Zugleich reicht der Blick hinunter auf die Ostruženské rybníky. Wer mit unterschiedlichen Interessen reist, kann deshalb am selben Ort sowohl die Siedlungsstruktur als auch die umgebende Landschaft betrachten.

Die Entscheidung kann sich dabei daran ausrichten, ob Sie den Schwerpunkt auf Ortsgeschichte, Landschaftsblick oder die geschützten Teiche legen möchten.

Ostruženské rybníky und geschützte Natur

Das Naturdenkmal Ostruženské rybníky liegt in den Katastralgebieten Březina, Ohaveč und Ostružno. Zum Schutzgebiet gehören die Teiche Ostruženský, Turecká und Čeperka mit Schilfbeständen und angrenzenden Feuchtwiesen.

Ostruženské rybníky sind außerdem eines der bedeutendsten ornithologischen Gebiete im Královéhradecký kraj. Diese Einordnung gehört zur fachlichen Bedeutung des Schutzgebiets. Ein weiteres geschütztes Naturelement in Ohaveč ist die Ohavečská lípa, die als geschützter Gedenkbaum ausgewiesen wurde. Erstmals unter Schutz gestellt wurde sie am 21. Mai 2008.

Historische Wendepunkte von Veliš bis Friedland

Auch die politische Geschichte des Ortes lässt sich anhand konkreter Daten nachzeichnen. Vor 1487 wurde Ohaveč dem damals expandierenden Gut Veliš der Familie Trčka von Lípa angeschlossen. Im Jahr 1622 wurde Ohaveč unter Albrecht von Wallenstein Teil des Herzogtums Friedland. Zusammen mit der ersten Erwähnung von 1327 ergibt sich eine kompakte historische Folge, die den Ort in die wechselnden Herrschaftsräume der Region einordnet.

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