Podhradí U Jičína
Podhradí U Jičína zwischen Veliš und barocker Kultur
Podhradí U Jičína liegt an den Hängen des Veliš und verbindet eine markante Landschaft mit einer ungewöhnlich dichten Folge barocker Denkmäler. Im Mittelpunkt steht die Loreta-Kapelle: Sie wurde 1694 nach einem Entwurf von Jean Baptiste Mathey errichtet und ist zugleich integraler Bestandteil von Mariánská zahrada. Diese zusammenhängende barocke Landschaftskomposition ließ František Josef Schlik schrittweise anlegen. Wer für seinen Aufenthalt in Tschechien Kultur, historische Bauwerke und Radfahren miteinander verbinden möchte, findet hier mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung.
Die Loreta und die barocke Landschaft
Die Loreta-Kapelle bei Podhradí ist nicht nur wegen ihrer Entstehungszeit bemerkenswert. Von der Kapelle kann man durch eine Dachluke auf das Dach gelangen und sich auf seiner gesamten Fläche bewegen. Von dort reicht der Blick über das ehemalige Schliksche Herrschaftsgebiet und das Jičíner Becken. So verbindet der Bau seine architektonische Geschichte mit einem konkreten Blick auf die Landschaft, in der die Schliksche Komposition angelegt wurde.
Zum kulturellen Bild von Podhradí gehört außerdem das Ensemble Krista Pantokratora (Eupatora). Es ist ein spätbarockes, regional bedeutendes Bildhauerwerk eines unbekannten Autors und als unbewegliches Kulturdenkmal im Zentralen Verzeichnis der Kulturdenkmäler eingetragen. Ein weiteres markantes Bauwerk ist die Kapelle der Schutzengel. Sie wurde 1720 im Barock als sechseckiger, von einer Kuppel überwölbter Bau errichtet, wahrscheinlich nach einem Entwurf von J. Santini. Für diese Kapelle war vorgesehen, sie bei liturgischen Veranstaltungen und auf Anfrage öffentlich zugänglich zu machen.
Denkmäler an den Hängen des Veliš
Auch kleinere historische Zeugnisse verdienen Aufmerksamkeit. Die Boží muka an den Südhängen des Veliš gehören zu den ältesten derartigen Denkmälern der Region. Zusammen mit den Bauwerken in Podhradí entsteht daraus kein bloßes Sammelsurium einzelner Sehenswürdigkeiten, sondern ein kultureller Zusammenhang, in dem sich barocke Sakralbauten, Skulptur und Landschaft gegenseitig ergänzen.
Die Geschichte des Veliš lässt sich zudem an seiner archäologischen Fundstelle bei Jičín ablesen. Dort sind die Ruinen einer Burg auf einem markanten Basalthügel erhalten. An den Ruinen der Burg Veliš finden sich Teile der Einfriedung, Reste zweier Gebäude und ein sehr tiefer Brunnen. Für einen Ausflug mit historischem Schwerpunkt ist damit neben den Kapellen auch ein Ort verbunden, an dem die mittelalterliche Befestigung in ihren erhaltenen Resten sichtbar bleibt.
Vokšice und die Radroute Berlin–Prag
Ein weiterer Baustein der regionalen Kulturgeschichte liegt in Vokšice. Der barocke Getreidespeicher stammt aus dem Jahr 1700 und wurde nach einem Entwurf von J. B. Mathey errichtet. Das Schloss in Vokšice ist ursprünglich barock; 1660 wurde es als neu geführt und im 19. und 20. Jahrhundert umgestaltet. Wer beim Aufenthalt unterschiedliche Epochen vergleichen möchte, kann damit sakrale Architektur, Burgreste und herrschaftliche Bauten in die eigene Recherche einbeziehen.
Für Radreisende ist die internationale Radroute Nr. 14 von Bedeutung: Sie verbindet Jičín mit Dětenice über Podhradí und Veliš. Diese Streckenführung macht Podhradí auch für eine Reiseplanung interessant, bei der kulturelle Entdeckungen und eine Radtour gemeinsam gedacht werden. Bei der Suche nach einer Unterkunft können Sie deshalb abwägen, ob Sie vor allem die Loreta und die Denkmäler in Podhradí erkunden oder den Ort als Ausgangspunkt für die Verbindung über Veliš und weiter nach Dětenice betrachten möchten.
Weitere Orte für Ihre Recherche
Weitere Ortsseiten finden Sie unter Zeleznice, Samšina, Lískovice, Meziluzi, Vidochov, Rohoznice, Záhuby und Doubrava.
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