Nahořany Nad Metují

Nahořany Nad Metují verbindet eine markante Landschaftslage mit einer Ortsgeschichte, in der Kirchenbau, historische Wege und erhaltene Bauwerke zusammenkommen. Das historische Spektrum reicht dabei von der Feste aus dem 16. Jahrhundert bis zur Erweiterung der Kapelle im Jahr 1908.

Landschaft zwischen Rozkoš-Stausee und Metuje

Das Katastergebiet von Nahořany grenzt unmittelbar an das südöstliche Ufer des Rozkoš-Stausees. Zugleich liegt Nahořany in einer weitgehend ebenen Landschaft, die sich sanft zur Metuje neigt. Die Ufergrenze gehört zum Katastergebiet, während die Neigung zur Metuje die Form der umgebenden Landschaft beschreibt. Die beiden Landschaftsbezüge liegen somit nicht auf derselben Ebene: Der Stausee markiert die Uferseite, die Metuje die Neigung des Geländes.

Orientierung an heutigen und historischen Wegen

Nahořany liegt an der Bezirksstraße von Nové Město nad Metují nach Jaroměř. Historisch führte die Landstraße Kladsko–Polská durch Nahořany weiter in Richtung Provodov und Náchod. Damit treffen am Ort zwei zeitlich unterschiedliche Verkehrsbezüge aufeinander: die Bezirksstraße zwischen Nové Město nad Metují und Jaroměř sowie die historische Verbindung über Provodov und Náchod.

Kirche, Kapelle und Feste

Zu den kulturellen Bezugspunkten gehört die Kirche der Heiligen Familie in Nahořany. Sie ist eine Filialkirche der römisch-katholischen Pfarrei Nové Město nad Metují. Zur Baugeschichte der Kapelle der Heiligen Familie gehören zwei zeitlich getrennte Schritte. Am 3. Juli 1860 wurde der Grundstein gelegt; damit begann der Bau. Bei einer Rekonstruktion wurde die Kapelle 1908 nach Westen erweitert und mit einem neuen gemauerten Turm versehen. Die westliche Erweiterung und der neue Turm gehören somit zur späteren Rekonstruktion, während die Grundsteinlegung den Beginn des Baus markiert. Die kirchliche Zuordnung zur Pfarrei und die Baugeschichte beschreiben dabei zwei verschiedene Ebenen: die Einbindung in die Pfarrei und die zeitliche Entwicklung der Kapelle.

Ein weiterer historischer Akzent ist das Gebäude der Feste in Nahořany, das ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert stammt. Auch das erhaltene Straßentor verweist auf eine ältere Ortsstruktur: Sein Fundament stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das Tor wurde am 6. März 1964 in die staatliche Liste der Kulturdenkmäler eingetragen. Die Datierung des Tores bezieht sich auf das Fundament aus dem 17. Jahrhundert, während 1964 den späteren Eintrag bezeichnet.

Radwegprojekt Rozkoš

Nahořany ist außerdem eine der angebundenen Gemeinden des Radwegprojekts Rozkoš. Zu diesem Projekt gehört ein neu gebauter Abschnitt. Er beginnt im Ortsteil Spyta in Česká Skalice, führt in Richtung Nové Město nad Metují und verläuft entlang der Straße III/28517. Der Ausgangspunkt des beschriebenen Abschnitts liegt damit in Spyta, während Nahořany als angebundene Gemeinde zum Projekt gehört. Der konkrete Streckenbeginn und die kommunale Anbindung sind damit zwei unterschiedliche Angaben innerhalb desselben Vorhabens.

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