Červená Hora: Burgruine, Natur und Geschichte
Červená Hora verbindet eindrucksvolle Geschichte mit einer Landschaft, in der Fluss, Auenwiesen, Mischwälder und Felsaufschlüsse zusammengehören.
Die Burgruine über der Úpa
Der markanteste historische Bezug ist die Ruine der Burg Červená Hora. Sie liegt etwa 1 Kilometer westlich des Ortes auf einer felsigen Anhöhe über dem Fluss Úpa. Die Burg wurde zwischen 1253 und 1278 auf einem Hügel aus rotem Sandstein errichtet. Ihre Lage und ihr Baumaterial geben der Anlage einen charakteristischen Platz in der Ortsgeschichte.
Červená Hora war zusammen mit Vízmburk und Rýzmburk Teil von drei befestigten Stützpunkten an bedeutenden Kreuzungen der Glatzer-polnischen und der Úpa-Handelswege. Die Burg wurde 1427 von den Hussiten zerstört und nie wieder aufgebaut. Heute steht daher nicht eine vollständig erhaltene Anlage im Mittelpunkt, sondern die Geschichte einer Ruine, deren Entstehung eng mit mittelalterlichen Verkehrswegen und regionaler Verteidigung verbunden war.
Naturraum und Schlucht
Ein Teil des Nationalen Naturdenkmals Babiččino údolí liegt im Katastergebiet von Červená Hora. Im Planungsgebiet von Červená Hora umfasst das Nationale Naturdenkmal das Tal des Flusses Úpa, Wiesen in seiner Aue sowie Mischwälder an den angrenzenden Hängen mit Felsaufschlüssen. Diese verschiedenen Landschaftselemente machen den Naturraum abwechslungsreich: Flusslandschaft, offene Wiesen, bewaldete Hänge und sichtbare Gesteinsformationen liegen hier als unterschiedliche Bestandteile desselben geschützten Gebiets vor.
Ein weiteres konkretes Landschaftsziel ist die Schlucht Žebrácká rokle, die etwa 400 Meter nördlich von Červená Hora liegt. Für Ihre Ausflugsplanung können Sie damit zwischen einem historischen Ziel westlich des Ortes und einer markanten Geländestruktur im Norden unterscheiden, ohne die beiden Orte zu einem gemeinsamen Rundweg zu verbinden.
Kapelle, Denkmal und literarische Spuren
Zur Ortsgeschichte gehört auch die Kapelle der Jungfrau Maria mit ihrem Glockentürmchen, die 1870 erbaut wurde. Sie ist ein Kulturdenkmal. Zu ihrer Gestaltung gehören ein vierseitiger gemauerter Sockel, ein mit Schindeln gedecktes abgestumpftes Zeltdach, eine Laterne, eine Zwiebelhaube und ein Kreuz. In der Nähe der Kapelle steht außerdem ein Kreuz aus dem Jahr 1908. Wer sich für kleinere historische Bauwerke und Details ihrer Ausführung interessiert, findet hier einen anderen Zugang zur Geschichte als bei der großen Burgruine.
Červená Hora ist außerdem der Geburtsort von Viktorie Židová, die die Figur der Viktorka in Božena Němcovás Roman „Babička“ inspirierte. Auch ein Teil der Handlung von Alois Jiráseks Chronik „U nás“ steht mit Červená Hora in Verbindung. Der Ort lässt sich deshalb nicht nur über Bauwerke und Landschaft erschließen, sondern auch über die Literaturgeschichte, die mit seinen Bewohnern und seiner Umgebung verbunden ist.
Wege für unterschiedliche Interessen
Durch Červená Hora führt die Justynčina stezka, die für Fußgänger und Radfahrer geeignet ist. Sie bietet damit eine Möglichkeit, den Ort in eine aktive Wegstrecke einzubeziehen. Einen ausdrücklich historischen Schwerpunkt setzt dagegen die 35 Kilometer lange Route „Po stopách bojů války 1866“, die über Červená Hora führt.
Weitere Orte zur Orientierung
Für die weitere Ortsauswahl können Sie außerdem Šonov, Machov, Mezilečí, Zábrodí, Pekov, Starkov, Chlivce und Vršovka prüfen.
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