Horní Alberice – Wege, Landschaft und Geschichte

Horní Albeřice verbindet die Landschaft des Krkonoše-Gebirges mit einer ungewöhnlich greifbaren Ortsgeschichte. Zwischen Steinbrüchen, markierten Wegen und dem Muzeum Vápenka entsteht ein Reiseziel, an dem sich Naturerlebnis und Kultur nicht getrennt voneinander betrachten lassen. Wenn Sie für Ihren Aufenthalt einen Ort mit eigenständigem Charakter suchen, führt der Blick hier gleichermaßen zu den Landschaftsformen und zur Geschichte von Horní Albeřice.

Geschichte im Muzeum Vápenka

Das Muzeum Vápenka präsentiert anhand kurzer Geschichten und umfangreichen Bildmaterials sieben Jahrhunderte des Lebens im Albeřice-Tal. Untergebracht ist es in einem achteckigen steinernen Turm einer Schachtkalkbrennerei aus dem 19. Jahrhundert in Horní Albeřice. Der Museumsort macht damit auch die frühere Bedeutung des Kalks sichtbar: Im 19. Jahrhundert trugen der Abbau von Kalkstein und das Brennen von Kalk in Horní Albeřice wesentlich zum Lebensunterhalt bei.

Auch der Ort selbst reicht weit zurück. Horní Albeřice zählt zu den ältesten Siedlungen im Krkonoše-Gebirge und wurde bereits Ende des 13. Jahrhunderts erstmals erwähnt. Als einziger Ort im Krkonoše-Gebirge hat Horní Albeřice außerdem das sogenannte lánové hospodářství bewahrt. Für den Besuch der Ausstellung können Sie die Schlüssel täglich von 9 bis 17 Uhr an der Rezeption des Penzion Vápenka, Horní Albeřice 13, ausleihen. Der Eintritt in die Ausstellung des Muzeum Vápenka ist kostenlos.

Steinbrüche und geschützte Landschaft

Das Muzeum Vápenka liegt in Zone I des Nationalparks Krkonoše im Gemeindeteil Horní Albeřice. In der Umgebung geben die Albeřické lomy geschützten, kalkliebenden Pflanzen und Tieren Lebensraum. Der Bischof's Quarry ist ein tiefer Tagebau, in dem die Temperatur auch im Sommer bei etwa 7 °C bleibt. Die Albeřická Cave verfügt über einen etwa 15 Meter tiefen unterirdischen See. Diese Orte zeigen verschiedene Ausprägungen der Landschaft: offene Steinbruchbereiche, einen tiefen Tagebau und einen unterirdischen Hohlraum mit dauerhaft kühler Umgebung.

Markierte Wege für verschiedene Jahreszeiten

Durch Horní Albeřice führt die Langlaufroute Krkonošská magistrála zwischen der Lysečinská bouda und der Rýchorská bouda. Eine weitere Verbindung ist der rot markierte Weg Cesta bratří Čapků von Pomezní Boudy über Lysečiny, Horní Albeřice und Trutnov bis nach Úpice. Im Sommer kann diese Strecke mit dem Fahrrad und im Winter auf Langlaufskiern genutzt werden. Kurze Abstecher von der Cesta bratří Čapků führen zum Muzeum Vápenka und verbinden damit eine aktive Route mit einem kulturellen Besuch.

Eine Route von Černá hora über Albeřice nach Malá Úpa erreicht nach einem ruhigeren Abschnitt durch Wälder und Wiesen Horní Albeřice. So finden Sie je nach gewünschter Tagesgestaltung markierte Wege, winterliche Langlaufverbindungen, Wald- und Wiesenabschnitte sowie Einblicke in die Geschichte des Ortes.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Horní Marsov.

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