Habřina entdecken

Habřina verbindet eine vielschichtige Kulturlandschaft mit Wegen zu historischen Orten. Im Mittelpunkt steht der Komplex der Kirche St. Wenzel auf Chloumek, ergänzt durch die archäologischen Stätten Rotemberk und Vražba, eine denkmalgeschützte Brücke sowie Wander- und Radverbindungen. Wenn Sie eine Unterkunft in Habřina suchen, finden Sie hier daher keinen einzelnen thematischen Schwerpunkt, sondern eine Folge unterschiedlicher Entdeckungen zwischen Sakralbau, Burgrelikten und Landschaft.

St. Wenzel auf Chloumek: Gotik, Renaissance und Barock

Die Friedhofskirche St. Wenzel auf Chloumek entstand ursprünglich als gotischer Bau im 14. Jahrhundert. Ende des 16. Jahrhunderts wurde sie im Stil der Renaissance umgebaut, bevor sie 1702 äußerlich barockisiert wurde. Auch ein einzelnes Ausstattungsdetail verweist auf die Geschichte des Ortes: In der Kirche befindet sich ein marmorner figürlicher Epitaph von J. Bedřich Rodovský aus Hustířany aus dem Jahr 1594. Der gesamte Komplex der Kirche St. Wenzel auf Chloumek ist seit 1964 gemeinsam mit dem Glockenturm, dem Totengräberhaus und der Umfassungsmauer als unbewegliches Kulturdenkmal eingetragen. Für die Orientierung vor Ort ist außerdem relevant, dass derzeit ein Wegenetz in unmittelbarer Nähe des Geländes verläuft. Eine blau markierte Wanderroute verbindet heute die Kurbäder Velichovky mit bedeutenden und historischen Orten der Umgebung, darunter das hradiště Rotenberg. Sie führt nördlich an Chloumek vorbei in Richtung Černožice.

Burgstellen im Wald: Vražba und Rotemberk

Die Feste Vračba (Vražba), deren Überreste lokal die Bezeichnung Na zámečku tragen, lag auf einem bewaldeten Sporn über dem linken Ufer der Hustířanka, weniger als 1 km vom Ortszentrum der heutigen Gemeinde Habřina entfernt. Das Areal der Feste Vražba besitzt einen ovalen Grundriss und ist von einem Wall und einem Graben umgeben. Eine weitere historische Spur ist die archäologische Stätte Hrad Neznášov/Rotemberk. Dort sind ein Reliefrest der Umfassungsbefestigung und die Überreste eines vermutlich runden Turms erhalten. Der ovale Kern von Rotemberk ist von einem Graben umgeben; an dessen Südostseite befindet sich ein Brunnen. Die Stätte liegt auf einem 280 bis 300 Meter langen und 15 bis 40 Meter breiten bewaldeten Sporn am linken Ufer des Hustířanský potok, etwa 1,4 km nördlich des bebauten Ortsbereichs von Habřina. Die unterschiedlichen Maße machen deutlich, dass hier der langgestreckte bewaldete Sporn und der ovale Befestigungskern getrennt betrachtet werden müssen.

Wege, Brücke und kleinere historische Zeugnisse

Auch außerhalb der Burgstellen begegnen Ihnen markante Einzeldenkmäler. Eine steinerne Einbogenbrücke über die Hustířanka stammt aus dem Jahr 1785 und steht seit dem 11. September 1995 unter Denkmalschutz. Am ehemaligen Mühlenstandort in Kouty steht ein Eisenkreuz über dem Grab eines preußischen Leutnants. Der historische Charakter der Umgebung zeigt sich damit nicht nur an großen Anlagen, sondern auch an Bauwerken und Erinnerungszeichen entlang der Landschaft. Für Radfahrer führen Radwege von Habřina nach Holohlavy und weiter zum Radweg Hradec Králové–Kuks, an den sie am Labi anschließen. So lassen sich bei der Reiseplanung kulturelle Ziele und längere Wegabschnitte unterschiedlich gewichten: St. Wenzel auf Chloumek steht für die Baugeschichte, Rotemberk und Vražba für befestigte Plätze, die Brücke und das Kreuz für kleinere Zeugnisse der regionalen Vergangenheit.

Weitere Orte für Ihre Suche

Vrchovnice, Nový Bydžov, Klamoš, Lovčice, Petrovice U Nového Bydzova, Zizeleves, Těchlovice, Králíky U Nového Bydžova

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Hradec Králové.

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