Běchary – Kirche, Ortsgeschichte und Naturdenkmal
Běchary zwischen Dorfkultur und Naturraum
Běchary verbindet eine markante Dorfmitte mit tief reichenden historischen Spuren und einer Landschaft, in der Wasserläufe, geomorphologische Übergänge und ein bedeutendes Naturdenkmal zusammengehören. Wenn Sie für Ihre Reise Kultur und Natur verbinden möchten, finden Sie hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Die Kirche St. Adalbert prägt das Zentrum, der Dorfplatz bewahrt mehrere Denkmäler, und der Rybník Kojetín steht für die naturkundliche Seite der Umgebung.St. Adalbert und die Denkmäler der Ortsmitte
Die ursprünglich gotische Kirche St. Adalbert entstand vermutlich im 14. Jahrhundert. Nach einem Brand im Jahr 1692 wurde sie 1708 barock umgebaut. Der Bau ist einschiffig und rechteckig, mit einem polygonal geschlossenen Presbyterium und einem dreigeschossigen prismatischen Turm. Das Presbyterium bezeichnet dabei den Chorraum der Kirche. St. Adalbert steht im Zentrum von Běchary an der Straße nach Kopidlno und ist von einem Friedhof umgeben. Schon die Lage macht die Kirche zu einem klaren Orientierungspunkt innerhalb des Ortes, ohne dass ihre Geschichte auf ein einziges Bauzeitalter reduziert werden kann. Auf dem Dorfplatz steht in einem begrünten Park die Statue des heiligen Wenzel. Die Sandsteinstatue wurde 1883 von der Gemeinde in Auftrag gegeben und vom Bildhauer Antoním Myslivec aus Hořice geschaffen. Unterhalb der Kirche erinnert ein weiterer kleiner Park an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Das dortige Denkmal wurde am 18. Mai 1922 feierlich enthüllt. Ebenfalls auf dem Dorfplatz befindet sich ein steinerner Pfeiler mit der Statue des heiligen Franziskus von Assisi, nahe der Statue des heiligen Wenzel. Die Figur besteht aus hellem, weichem Sandstein; auf ihrem Sockel ist die Jahreszahl 1775 angebracht. Wer sich für Details interessiert, kann an diesem Ensemble verschiedene Formen des lokalen Gedenkens nebeneinander betrachten: kirchliche Bildwerke, kommunales Erinnern und ein Denkmal aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg.Geschichte von der Jungsteinzeit bis zum 9. Jahrhundert
Die Geschichte von Běchary reicht deutlich weiter zurück als die sichtbaren Bauten der Ortsmitte. Běchary und ihr Umfeld sind seit der Jungsteinzeit intensiv besiedelt. Die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung von Běchary steht mit einem Urbar des Prager Bistums in Verbindung. Nach einer späteren Analyse wird die Entstehung dieses Urbars auf die Jahre 1283 bis 1284 datiert. Auch ein archäologischer Fund verweist auf eine frühe Besiedlungsgeschichte: Bronzene Schläfenringe aus dem Massengrab von Běchary datieren das Grab in das 9. Jahrhundert. Damit begegnen Ihnen in Běchary mehrere Zeitebenen auf engem thematischem Raum – von den Siedlungsspuren der Jungsteinzeit über das mittelalterliche Schriftzeugnis bis zu den Bau- und Denkmälern der späteren Jahrhunderte.Wasser, Landschaft und Naturbeobachtung
Der Bach Stříble fließt durch Běchary und ist ein linker Nebenfluss der Mrlina. Zugleich liegen Běchary an der Grenze der geomorphologischen Einheiten Jičínská pahorkatina, Středolabská tabule und Východolabská tabule. Der Fachbegriff geomorphologische Einheit beschreibt einen großräumig geprägten Landschaftsbereich; für die Orientierung ist hier vor allem der dokumentierte Übergang zwischen drei solchen Einheiten interessant. Ein weiterer naturkundlicher Schwerpunkt ist der Rybník Kojetín. Das Gewässer ist ein 12,1458 Hektar großes Naturdenkmal und ein bedeutendes ornithologisches Gebiet. Zugvögel finden dort geeignete Bedingungen für regelmäßige Zwischenstopps und zur Brut. Außerdem leben am Rybník Kojetín seltene Amphibienarten und Fischotter.Lokale Traditionen und praktische Orientierung
Die Laienspielgruppe von Běchary widmet ihre Aufführungen historischen Persönlichkeiten aus Běchary, Kopidlno und der näheren Umgebung. Der Verein Běcharáci pflegt außerdem die Tradition des Faschingsumzugs in Běchary. Beide Hinweise machen deutlich, dass die Ortsgeschichte nicht nur in Kirchen, Statuen und archäologischen Funden bewahrt wird, sondern auch in gemeinschaftlichen Formen des kulturellen Lebens. Für die Orientierung im öffentlichen Verkehr verfügen Běchary über eine Bushaltestelle des Verkehrssystems IREDO in der Tarifzone 561. Bei der Planung Ihrer Unterkunft können Sie dadurch neben den kulturellen Schwerpunkten der Ortsmitte auch die dokumentierte Verkehrsanbindung in Ihre Überlegungen einbeziehen. Für die weitere Reiseplanung können Sie außerdem Kozojedy, Petrovičky, Chyjice, Markvartice U Sobotky, Kumburský Újezd, Pecka, Zeleznice und Rytírova Lhota ansehen.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jičín.
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