Šonov – Wandern, Geologie und Kirchen im Broumovsko
Šonov zwischen Schutzlandschaft und markanten Sakralbauten
Šonov verbindet eine geschützte Landschaft mit ungewöhnlichen geologischen Erscheinungen und historischen Sakralbauten. Wenn Sie für Ihre Reise Naturerlebnisse und Kultur miteinander verbinden möchten, finden Sie hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte: einen grenzüberschreitenden Wanderweg, die geologisch interessante Lokalität Kamenec, den Berg Homole und zwei Sakralbauten mit sehr eigener Geschichte.
Wandern zu Homole und durch das Broumovsko
Das gesamte Gebiet von Šonov liegt im Landschaftsschutzgebiet Broumovsko. Ein blauer Wanderweg zum Homole führt von Hvězda über Křinice und Šonov bis nach Nowa Ruda.
Homole, auch Šonovská sopka, liegt im Javoří-Gebirge östlich von Šonov in Tschechien. Auf dem Gipfel befindet sich eine Ventarole mit austretender warmer Luft. Dabei handelt es sich um eine etwa 4 m tiefe felsige Vertiefung. Der ungewöhnliche Name und diese konkrete geologische Erscheinung geben dem Wanderziel ein deutlich anderes Profil als ein gewöhnlicher Aussichtspunkt.
Eine weitere geologisch bemerkenswerte Lokalität ist Kamenec, etwa 1,2 km nordöstlich des Ortszentrums von Šonov. Zu ihr gehören Felsen, Felswände und Aufschlüsse von Andesitoiden, die auch als Melaphyr bezeichnet werden. Wer bei einem Aufenthalt nicht nur Wege und Ortsbilder, sondern auch Gesteinsformationen beachten möchte, findet hier ein eigenständiges Ziel mit klarer räumlicher Orientierung.
Kirchengeschichte in zwei sehr unterschiedlichen Bauwerken
Westlich oberhalb von Šonov steht die Kirche sv. Markéty allein auf einem Hügel. Von dort bietet sie Ausblicke auf Broumov und die umliegende Landschaft. Das Bauwerk ist ein Beispiel hochbarocker Architektur und wurde 1727–1730 errichtet. Seine Urheberschaft wird Kilián Ignác Dientzenhofer indirekt zugeschrieben. Auch der Grundriss ist ungewöhnlich: Er besteht aus einem Durchgangsoval mit an den Enden abgeschrägten Vierecken.
Die Kapelle Panny Marie führt zu einer anderen Schicht der Ortsgeschichte. Sie steht an der Stelle der früheren hölzernen Kirche svatého Jana Evangelisty, die seit 1354 belegt war und 1775 abbrannte. Die neugotische Kapelle Panny Marie wurde dort 1877 errichtet. Für den Besuch ist die Zugangsregelung wichtig: Von außen ist die Kapelle täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr zugänglich. Der Zugang zum Innenraum ist nach vorheriger telefonischer Vereinbarung mit der römisch-katholischen Pfarrei Broumov möglich.
Zum historischen Ortsbild gehört außerdem das spätbarocke Pfarrhaus. Seine Baugeschichte beginnt 1782 und reicht bis in die Gegenwart. Zusammen mit der Kapelle und der Kirche sv. Markéty entsteht so ein kultureller Schwerpunkt, der nicht auf ein einzelnes Baudatum oder einen einzigen Baustil beschränkt ist.
Eine ausgewiesene Radrunde durch das Javoří-Gebirge
Für eine längere Tour mit dem Fahrrad steht der 46 km lange, mittelschwere bis schwere Cyklookruh „ze Šonova po Javořích horách přes Głuszycu a Osówku“ zur Verfügung. Die Route ist für Mountainbike oder Trekkingrad vorgesehen und beginnt an der Kreuzung beim Gemeindeamt in Šonov. Im Vergleich zum Wanderweg zum Homole bietet sie damit eine klar definierte Rundtour mit einem höheren sportlichen Anspruch und einem eigenen Ausgangspunkt im Ort.
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