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Großfürwitz entdecken: Kapellen, Geschichte und Radweg Nr. 35

Unterkünfte in Großfürwitz

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Großfürwitz (Vrbice) lässt sich über mehrere klar unterscheidbare Themen entdecken: Kapellen und Ortsgeschichte, den projektierten Windpark Vrbice und den nationalen Radweg Nr. 35. Wer die Reise nicht nur nach einem einzigen Ausflugsziel auswählt, findet hier verschiedene Anknüpfungspunkte für Kultur, Technik und Radfahren.

Kapelle St. Anna im Dorfzentrum

Im östlichen Teil des Dorfplatzes im Zentrum von Vrbice steht die Kapelle St. Anna. Die Gemeinde errichtete sie 1893 ohne kirchliche Genehmigung. Die Kapelle verfügte über einen pseudoromanischen Altar mit einem Gemälde der heiligen Anna sowie Skulpturen des heiligen Joachim und des heiligen Josef. Vor der westlichen Eingangsfassade ist mittig ein prismatischer Glockenturm angebaut. So gehören sowohl die Ausstattung als auch die besondere Stellung des Turms zum Erscheinungsbild des Bauwerks. Die Kapelle wird gelegentlich für Gottesdienste genutzt, wodurch ihre Geschichte mit einer bis heute bestehenden religiösen Verwendung verbunden bleibt.

Eine zweite Kapelle an der Straße nach Bošov

Die pseudoslologische Kapelle „Vrbice - kaple“ wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an einer Wegkreuzung an der rechten Seite der Straße nach Bošov errichtet. Sie steht etwa 300 m südlich des Dorfes Vrbice (Großfürwitz) an der Stelle eines älteren Kreuzes. Ihre Fassade zeigt eine plastisch ausgeführte blinde Spitzbogenarkade und volkstümlichen Dekor. Der Standort an der Wegkreuzung und der Bezug zum älteren Kreuz geben diesem Bauwerk einen anderen historischen Zusammenhang als der Kapelle im Dorfzentrum. Auch gestalterisch unterscheiden sich beide Kapellen deutlich: Hier fällt die Fassade mit ihrer Spitzbogenarkade und dem volkstümlichen Dekor ins Auge.

Ortsgeschichte und Windpark

Die älteste historisch erhaltene Erwähnung der Gemeinde Vrbice stammt aus dem Jahr 1384. Das Jahr setzt einen frühen Bezugspunkt für die Geschichte des Ortes. Die Jahreszahl 1384 liegt zeitlich vor der Errichtung beider Kapellen. Einen anderen Schwerpunkt setzt der projektierte Windpark Vrbice: Er liegt im Katastergebiet der Gemeinde Vrbice auf einer Höhe von 610 bis 620 m über dem Meeresspiegel. Der Windpark umfasst zwei Windenergieanlagen des Typs ENERCON E82 E2 mit jeweils 2,3 MW Leistung, einer Nabenhöhe von 98 m und einem Rotordurchmesser von 82 m. Der Windpark bleibt dabei ein projektiertes Vorhaben, während die 1893 errichtete Kapelle St. Anna bereits zum historischen Baubestand des Ortes gehört.

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Radweg durch Vrbice

Der nationale Radweg Nr. 35 verläuft durch Vrbice. Für Ihre Reiseplanung zählt hier der Verlauf durch Vrbice, nicht ein einzelnes Bauwerk allein. Wenn Radfahren den Schwerpunkt Ihrer Planung bildet, können Sie Großfürwitz als Ort an dieser Strecke einordnen. Der Radweg setzt dabei einen anderen Akzent als die beiden Kapellen und die historischen Hinweise im Ort.

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Wenn Sie den geografischen Rahmen Ihrer Reiseplanung erweitern möchten, finden Sie außerdem Chiesch, Warta, Engelhaus, Nové Hamry, Neudek, Schaub, Schönwald und Klein-Werscheditz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Karlsbad.

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