Mühlbach am Skalka-Stausee: Radwege und Geschichte
Mühlbach führt Sie in eine Landschaft, in der Wasser, Natur und Geschichte eng beieinanderliegen. Pomezí nad Ohří liegt am rechten Ufer des Skalka-Stausees, der von der Ohře gebildet wird. Zugleich bewahrt der Ort historische Spuren, die bis ins Mittelalter und noch weiter zurückreichen. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus eine vielseitige Mischung aus Radfahren, Landschaftserlebnissen und Kultur.
Skalka-Stausee und geschützte Landschaften
Der Skalka-Stausee prägt die Umgebung von Pomezí nad Ohří. Wer bei der Wahl seines Urlaubsortes Wasserlandschaften und Natur miteinander verbinden möchte, findet hier einen klaren regionalen Schwerpunkt. Im Schutzgebiet Pomezní rybník liegen angrenzende Feuchtgebiete und Wasserflächen. Dort kommen seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten vor, insbesondere die Sumpf-Calla (Calla palustris). Ein weiterer Landschaftsbezug zeigt sich am grenzüberschreitenden Radweg Pomezí nad Ohří–Rathsamerweg: Er führt durch das Gebiet Rathsam, das Teil eines Landschaftsschutzgebiets ist.
Radwege für kurze und längere Touren
Die lokale Radroute 2243 ist 7 km lang, leicht und verläuft überwiegend auf asphaltierten Wegen. Sie ist für alle Fahrradtypen geeignet und führt von Myslivna in Richtung Pomezí. Damit steht eine kurze Strecke neben deutlich umfangreicheren Radrouten. Die Valdštejnova-Radroute ist ein etwa 75 km langer Rundkurs, der in Cheb beginnt und über Waldsassen, Mitterteich und Marktredwitz führt. Die unterschiedlichen Längen helfen Ihnen, eine passende Größenordnung für Ihre Tagesplanung zu vergleichen, ohne die Routen inhaltlich gleichzusetzen.
Auch die Radroute 2164 setzt einen markanten Ausgangspunkt: Sie beginnt am Damm des Skalka-Stausees an einer Kreuzung mit der Radroute 36. Wenn Sie historische Orte lieber mit einer längeren Landschaftserkundung verbinden, bietet die Umgebung außerdem kulturelle Anknüpfungspunkte. Von der Bismarckova rozhledna auf der Zelená hora bietet sich ein Ausblick auf die Umgebung.
Kirche und Burgstelle als historische Entdeckungen
Die Kirche des heiligen Jakobus des Älteren gehört zu den ältesten Kirchen der Region Cheb. Ihre romanischen Fundamente sind bereits für das 10. Jahrhundert belegt. Im Bauwerk haben sich Fragmente der ursprünglichen romanischen Bausubstanz sowie Teile aus späteren gotischen Bauphasen erhalten. Damit lässt sich an einem einzelnen Ort die Entwicklung über mehrere Bauzeiten hinweg nachvollziehen.
Eine andere historische Spur ist die Burgstelle Liebeneck im Katastergebiet Tůně von Pomezí nad Ohří. Sie ist durch eine markante dreieckige Geländeanlage mit Graben und Wall gekennzeichnet. Die Burg Liebeneck wurde wahrscheinlich bereits im 14. Jahrhundert gegründet und war spätestens im 15. Jahrhundert aufgegeben beziehungsweise untergegangen. Die Burgstelle steht damit nicht für eine erhaltene Anlage, sondern für ein im Gelände erkennbares Kapitel der regionalen Geschichte.
Anreise und weitere Recherche
In Pomezí nad Ohří halten Personenzüge auf der Bahnstrecke Cheb–Marktredwitz. Weitere Ziele für Ihre Recherche sind Wildstein, Groß Sichdichfür, Neukirchen, Haslau, Mühlessen, Lindenhau, Lázně Kynžvart, Trebendorf.
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