Roßbach entdecken: Natur, Radwege und Grenzgeschichte

Roßbach verbindet eine grenznahe Kulturlandschaft mit abwechslungsreichen Wegen durch den Naturpark Přírodní park Smrčiny. Rund um Hranice treffen Nadelwälder, Moore, Quellgebiete und lebhafte Bäche auf Spuren der regionalen Geschichte. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, in dem sich aktive Tage, Landschaftserlebnisse und historische Entdeckungen miteinander verbinden lassen.

Wandern und Radfahren zwischen Wald und Grenze

Ein besonders anschaulicher Zugang zur Umgebung ist der Lehrpfad „Na cestě k Trojstátí“. Der etwa 18 km lange Rundweg beginnt direkt am Masarykovo náměstí in Hranice. Neun Hauptinformationstafeln widmen sich der lokalen Landschaft, der Besiedlung des Grenzlands und der Geschichte des Eisernen Vorhangs. Der Weg verbindet damit Bewegung und regionale Themen, ohne die Geschichte der Landschaft von ihrer Umgebung zu trennen.

Auch für das Radfahren bietet Hranice mehrere klar beschriebene Verbindungen. Der Radweg EuroVelo 13 verläuft durch Hranice, erreicht Tschechien bei Trojstátí und verbindet sich nahe Pastviny mit dem Radweg 2058. Der Radweg 2057 beginnt am Grenzübergang Ebmath, führt durch das Zentrum von Hranice und über Pastviny in Richtung Aš und Skalka u Chebu. Der Radweg 2058 startet bei Krásňany, führt durch das Zentrum von Hranice nach Trojstátí und verbindet sich bei Pastviny mit EuroVelo 13 sowie bei Aš mit dem Radweg 2057. Eine eigene historische Note besitzt der grenzüberschreitende Mockelbahn-Radweg: Er beginnt am Bahnhof von Hranice und verläuft auf der ehemaligen Bahnstrecke durch dichten Wald über den ehemaligen Bahnhof Freiberg bis nach Adorf im Vogtland. Seine Länge beträgt 8,52 km.

Kultur, Landschaft und Grenzgeschichte

Für einen kulturellen Abstecher stehen in Hranice die evangelische Kirche St. Martin und die Kirche Mariä Heimsuchung. Die Wurzeln von St. Martin reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück; 1719 wurde die Kirche umfassend umgebaut, wobei das Hauptschiff im romanischen Stil gestaltet wurde. Im Inneren befindet sich ein originales Uhrwerk aus dem Jahr 1881, das als technisches Denkmal gilt. Die Kirche Mariä Heimsuchung erhielt 1894 ihre heutige pseudoromanische Gestalt.

Das Knihovna a Muzeíčko umfasst ein kleines örtliches Museum, das sich die Räumlichkeiten mit der Erwachsenenbibliothek teilt. Im Erdgeschoss befinden sich außerdem ein Informationszentrum und ein Café. So lässt sich der Besuch der Stadtgeschichte mit einer praktischen Orientierung vor Ort verbinden. In der näheren Umgebung markieren der historische Hauptgrenzstein I/1 mit der Jahreszahl 1844, der ehemalige Friedhof von Trojmezí und erhaltene Gräber die wechselvolle Geschichte des Grenzraums.

Auch die Natur besitzt bemerkenswerte Details. Hoher Stein ist ein 636 m hoher Felskomplex mit einem erhaltenen steinernen Aussichtsturm, der über Wanderwege von Hranice aus erreichbar ist. Im Gebiet Bystřina – Lužní potok finden sich natürliche dystrophe Seen und Tümpel sowie feuchtigkeitsliebende Hochstauden-Saumgesellschaften. Dort kommen unter anderem der Skabiosen-Scheckenfalter, das Bachneunauge und die Flussperlmuschel vor. Im Aufzuchtzentrum für Flussperlmuscheln in Huschermühle werden nach vorheriger Vereinbarung Besichtigungen angeboten, bei denen die Erhaltung dieser Art im Mittelpunkt steht.

Weitere Reiseziele und Ortsseiten im selben Bereich finden Sie unter Hohendorf - Abaschin, Marienbad, Wildstein, Untersandau, Oed, Lázně Kynžvart und Liebenstein.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Eger.

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