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Schlaggenwald: Bergbaugeschichte im Kaiserwald

Unterkünfte in Schlaggenwald

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Schlaggenwald zwischen Bergbaugeschichte und geschützter Landschaft

Schlaggenwald führt Sie in eine Landschaft, deren Geschichte eng mit dem Bergbau verbunden ist. Horní Slavkov liegt in der nördlichen Hälfte des Landschaftsschutzgebiets Slavkovský les, des Kaiserwaldes. Zugleich reicht die Ortsgeschichte bis zu einer neuen Bergbaukolonie zurück, die zu Beginn des 13. Jahrhunderts in der Nähe einer älteren Bergmannssiedlung entstand. Nach dem Zustrom von Bergleuten aus Sachsen entwickelte sich daraus etwa um 1335 die Kleinstadt Horní Slavkov.

Museum und Alltagsgeschichte

Im Ležnický skanzen wird die Vergangenheit anschaulich. Das Freilichtmuseum befindet sich im renovierten ehemaligen Bauernhaus „U Weiglů“ in Ležnice, Hausnummer 810. Sie sehen dort historische Wohnräume, ein Klassenzimmer einer Volksschule und eine Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen. Die drei Bereiche setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Wohnräume zeigen den häuslichen Alltag, das Klassenzimmer verweist auf frühere Bildung, und die Maschinen ergänzen den Blick auf die Arbeit. Gerade die Verbindung aus Wohnen, Schule und Landwirtschaft macht unterschiedliche Seiten des früheren Lebens verständlich und bietet Familien mehrere Themen für eine gemeinsame Entdeckung.

Auch das Muzeum Horní Slavkov widmet sich der lokalen Entwicklung. Es ist in einem umgebauten Haus mit der Nummer 211 in der Pluhova-Straße untergebracht. Horní Slavkov erhielt 1547 den Status einer königlichen Bergstadt. Diese Einordnung bildet einen wichtigen historischen Rahmen für die weiteren Spuren des Bergbaus, die Sie im Ort und in seiner Umgebung entdecken können.

Wasserbau und Bergbau als sichtbare Spuren

Eine besondere Rolle spielt Dlouhá stoka. Oberhalb von Horní Slavkov bildete der künstliche Wasserkanal mit Seitenarmen und mehreren Teichen ein Wassersystem, das den Betrieb von Bergbauanlagen im Revier ermöglichte. Auf Dlouhá stoka wurde außerdem Holz für den Bedarf der Bergwerke geflößt. Der Kanal wurde 1531–1536 neu ausgebaut. Die Erbstolln Kašpars Pluh diente dagegen der Entwässerung des historischen Silber- und Zinnreviers; ihr Vortrieb begann 1539.

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Wenn Sie sich für die jüngere Bergbaugeschichte interessieren, vermittelt der Lehrpfad Uranová Golgota die Entwicklung von Horní Slavkov und Umgebung, insbesondere den Uranabbau in den 1950er-Jahren. So reicht das Spektrum von den technischen Voraussetzungen des historischen Silber- und Zinnbergbaus bis zu einer späteren Epoche der Rohstoffgewinnung.

Kirche St. Georg und historischer Denkmalbereich

Die Kirche St. Georg weist Befestigungselemente auf, darunter drei mit Schießscharten ausgestattete Türme. Die Pfarrkirche bildet mit dem Friedhof, der Friedhofsmauer, dem Glockenturm und dem Dekanatsgebäude einen historischen Denkmalbereich in Horní Slavkov. Für Ihre Besichtigung ergibt sich damit ein klarer kultureller Schwerpunkt: Sakralbau, Wehrhaftigkeit und das bauliche Umfeld gehören hier zu einem zusammenhängenden Denkmalbereich.

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Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung

Für die weitere Orientierung können Sie auch Bukwa, Maria Kulm, Ebmeth, Unterreichenau, Josefsdorf, Katzengrün, Königswerth und Habersbirk erkunden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Falkenau An Der Eger.