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Měděnec: Bergbaugeschichte und Landschaft im Erzgebirge

Unterkünfte in Měděnec

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Měděnec zwischen Bergbaugeschichte und Gebirgslandschaft

Měděnec verbindet markante Felsformen mit einer ungewöhnlich dicht überlieferten Bergbaugeschichte. Die Felsformationen Sfingy entstanden durch Frostverwitterung von Gneis und zeigen vielfältige Formen. Von den Felsen bietet sich ein schöner Ausblick auf das Erzgebirge und das Duppauer Gebirge. Wenn Sie Landschaft und Kultur in einer Reise verbinden möchten, treffen Sie hier auf zwei klar unterscheidbare Seiten des Ortes.

Vom Bergbauort zur Bergstadt

Die Siedlung Mědník, die später in Měděnec umbenannt wurde, entstand eng verbunden mit dem Bergbau auf dem gleichnamigen Hügel. Dort wurde wahrscheinlich bereits seit dem 10. Jahrhundert Bergbau betrieben. Die ersten belegten Berichte über den Bergbau in Měděnec stammen aus dem Jahr 1449. Ab 1520 war Měděnec eine Bergstadt mit dem Privileg des freien Silberankaufs.

Ein sichtbarer Mittelpunkt dieser Geschichte ist die Kaple Neposkvrněného početí Panny Marie. Die barocke Rotundenkapelle wurde 1674 auf dem Gipfel des Mědník errichtet und 1994 einschließlich ihres Innenraums vollständig rekonstruiert. Während der Měděnecká pouť im September zieht jedes Jahr eine Prozession zu dieser Kapelle. Damit erhält der historische Bergbauort auch einen bis heute wiederkehrenden kulturellen Bezugspunkt.

Historische Stollen und die Landschaft des Mědník

Die Hornická krajina Mědník ist eine authentische Bergbaulandschaft. Sie dokumentiert den Abbau von Eisen-, Kupfer- und in geringerem Umfang Silbererzen von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. An den Hängen des Mědník befanden sich einst mehr als 100 Schächte und Stollen; erhalten blieben zahlreiche verschüttete Mundlöcher und Halden.

Die Štola Panny Marie Pomocné (Mariahilfstolln) ist ein weitläufiges System von Bergwerksgängen unterschiedlichen Alters. Die ältesten handgemeißelten Gänge stammen aus dem 16. Jahrhundert. Ein Teil der Štola Panny Marie Pomocné ist heute öffentlich zugänglich. Das unterirdische Bergbaugebiet Mědník ist derzeit über zwei historische Stollen zugänglich. Dort sind aussagekräftige Zeugnisse der Handarbeit und der Erweiterung unterirdischer Räume durch Feuersetzen vom 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts erhalten. Feuersetzen bezeichnet dabei das Lockern von Gestein durch Feuer. Für Interessierte verbindet sich die unterirdische Erkundung dabei mit konkreten Spuren historischer Handarbeit.

Weitere Spuren unter dem Berg

Das Mundloch der Štola Země zaslíbená liegt am Südwesthang des Mědník direkt unterhalb der Kaple Nejsvětějšího srdce Páně. Die Štola bewahrt einzigartige Zeugnisse des historischen Handabbaus und der Gesteinslockerung durch Feuersetzen. Wahrscheinlich wurde sie im 17. oder 18. Jahrhundert angelegt. Für die Orientierung vor Ort ist außerdem der historische Lehrpfad Cesta z města interessant: Er beginnt in Útočiště, einem Stadtteil von Klášterec nad Ohří, und endet bei der Kirche in Měděnec.

Weitere Orte für Ihre Recherche

Weitere Orte in der übergeordneten Auswahl sind Domašín, Radonice, Bílence, Černovice U Chomutova, Jindrichova Ves, Mašťov, Místo und Spořice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Chomutov.

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