Gedenkstätte Theresienstadt
Gedenkstätte Theresienstadt

Gedenkstätte Theresienstadt

Etwa 60 Kilometer nördlich von Prag liegt die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Theresienstadt. Errichtet wurde Theresienstadt im 18. Jahrhundert unter Kaiser Joseph II. und war ursprünglich eine Festung. Sie sollte die Flussübergänge über Eger und Elbe sichern sowie im Nordwesten Böhmen gegen Angriffe aus Preußen schützen. Benannt wurde die Stadt nach der Mutter des Kaisers, Maria Theresia.

Im 2. Weltkrieg wurde aus der einstigen Festung das Ghetto Theresienstadt und ein Konzentrationslager für 140 000 Menschen, von denen 38 000 umkamen. Heute ist der Ort die Gedenkstätte Theresienstadt mit einigen Einrichtungen aus dieser Zeit, die in der Kleinen Festung besichtigt werden können. Darunter sind der Verwaltungshof mit Geschäftszimmer, dem Büro des Gefängnisvorstehers, der Wachstube und der Kleiderkammer. Besucher der Gedenkstätte Theresienstadt finden ein Tor mit der Inschrift „Arbeit macht frei“ vor. Es verbindet den Verwaltungshof mit Hof I. Dieser ist in zwei Blöcke mit 20 Einzel- und 17 Gemeinschaftszellen unterteilt. Vor der Festungsmauer befinden sich ein Hinrichtungsplatz mit Galgen und Massengräber. Ein weiterer Hinrichtungsplatz ist auf Hof IV zu sehen. Zwei dazu gehörende Gemeinschaftszellen werden zu Ausstellungszwecken genutzt.

Ein weiteres Gebäude der Gedenkstätte Theresienstadt ist das Gebäude der SS-Garnison. Im Kinosaal sind Szenen aus dem Film „Theresienstadt. Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet“ zu sehen. Vom 01. November bis zum 31. März ist die Gedenkstätte Theresienstadt täglich von 08:00 bis 16:30 Uhr geöffnet. Vom 01. April bis zum 31. Oktober jeweils von 08:00 bis 18:00 Uhr. Die Besichtigung kann selbständig oder mit Reiseführer erfolgen, der bestellt werden kann. Der Reiseführer spricht mehrere Sprachen, darunter deutsch. Erwachsene zahlen 160.- CZK für den Eintritt, umgerechnet sind das etwa 6,36 EUR. Für Kinder von 6 – 18 Jahren kostet der Eintritt 130.- CZK, also etwa 4,10 EUR. Bestimmte Bevölkerungsgruppen wie Schwerbehindertenausweisinhaber erhalten freien Zugang, für andere gelten Ermäßigungen. Dazu gehören Studenten und Gruppen.

Für das leibliche Wohl gibt es in der Gedenkstätte Theresienstadt Erfrischungen. Außerdem sind Souvenirs erhältlich.

Bild: bei Ladislav Faigl (wikimedia.org)

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