Rudka entdecken
Rudka liegt in einem Tal an beiden Ufern der Bobrava. Der Fluss entspringt in einem Wald nahe dem Ort und gibt der Landschaft einen klaren geografischen Bezug. Wer Natur, Wege und Ortsgeschichte miteinander verbinden möchte, findet in Rudka mehrere unterschiedlich geprägte Anknüpfungspunkte: einen Lehrpfad zur Bobrava-Quelle, einen Gesundheitsweg mit verschiedenen Bewegungselementen sowie historische Spuren bis zurück ins Mittelalter.
Wege zwischen Gemeindeamt und Bobrava-Quelle
Der erste Abschnitt des Lehrpfads „Naučná stezka Rudka“ wurde im Juni 2015 mit fünf Stationen vom Gemeindeamt bis zur Quelle der Bobrava umgesetzt. Der zweite Abschnitt mit den verbleibenden fünf Stationen entstand 2016. Der Weg beginnt am Gemeindeamt und führt zur Quelle der Bobrava im Wald nahe Rudka, wo der Fluss entspringt. Die zehn Stationen verbinden damit den Ortsbereich mit dem Quellgebiet der Bobrava.
Eine andere Ausrichtung hat der Gesundheitsweg „Stezka pro zdraví“. Er umfasst Fitness-, Balance- und Kletterelemente für Erwachsene, Senioren, Kinder und Jugendliche. Die verschiedenen Bewegungsformen werden durch eine Seilrutsche ergänzt. Zum Weg gehören außerdem Bänke, Abfalleimer und Informationstafeln zu den einzelnen Elementen. Die Altersgruppen reichen damit von Kindern und Jugendlichen bis zu Erwachsenen und Senioren.
Glocke und historische Spuren
Im Zentrum von Rudka steht ein historischer Glockenturm. Außerdem hängt in Rudka eine kleine Glocke mit tschechischer Inschrift und der Jahreszahl 1715 an einer Holzkonstruktion. Beide Angaben verweisen auf die örtliche Geschichte, ohne dass daraus ein modernes Bauwerk oder eine bestimmte heutige Nutzung abgeleitet werden muss.
Von der ehemaligen Festung Hrádek sind nur Reste der Wälle und Mauern erhalten. Die Festung ging spätestens während des Dreißigjährigen Krieges unter. Eine weitere historische Spur befindet sich im Flurstück Prachová: Dort wurde im Mittelalter Silber abgebaut, und noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auch Eisenerz gewonnen. So reicht die dokumentierte Ortsgeschichte von mittelalterlichem Bergbau über die Festungsreste bis zu den sichtbaren Zeichen im heutigen Ortsbild.
Auch die jüngere Kulturgeschichte gehört zu Rudka. Im Frühjahr 2002 wurden in einer örtlichen Gaststätte Szenen für die Fernsehserie „Černí baroni“ gedreht. Außerdem wurde in Rudka das Geburtshaus von Josef Juran als Kulturdenkmal ausgewiesen. Die Bezeichnung beschreibt seinen denkmalgeschützten Status, nicht automatisch eine bestimmte Form der Besichtigung.
Lokale Feste und überlieferte Bräuche
Mitte August veranstaltet die örtliche Freiwillige Feuerwehr in Rudka Kirchweih-Unterhaltungsveranstaltungen. Daneben wurde das Fest des heiligen Prokop, des Patrons der Glocke, jährlich mit einer Messe und anschließendem gemeinsamen Essen, Gesprächen und Gesang gefeiert.
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