Račice-Pístovice
Račice-Pístovice zwischen Waldhügeln und Kultur
Račice-Pístovice verbindet eine von vergleichsweise hohen, dicht bewaldeten Hügeln geprägte Landschaft mit markanter Ortsgeschichte. Im südwestlichen Teil von Račice steht Zámek Račice als dominantes Wahrzeichen. Zugleich führen Wege in das Rakovecké údolí und zu einem Lehrpfad, der Naturbeobachtung und regionale Geschichte miteinander verbindet. So entsteht ein Ziel, in dem sich unterschiedliche Interessen auf engem thematischem Raum begegnen: Kultur rund um das Schloss, Spaziergänge durch das Tal und Entdeckungen zu Geologie, Flora und Fauna.
Der Lehrpfad Rakovec und das Jermak-Denkmal
Der Lehrpfad Rakovec ist 7 km lang und umfasst 10 Informationstafeln. Sie widmen sich der Geschichte, Geologie, Flora und Fauna des Gebiets. Der Ausgangspunkt liegt etwa 2 km hinter Račice in Richtung Ruprechtov am Jermak-Denkmal.
Das Jermak-Denkmal erinnert an die Landung einer Fallschirmgruppe im Jahr 1944. Wer den Lehrpfad wählt, begegnet damit nicht nur der Landschaft des Rakovecké údolí, sondern auch einem konkreten Abschnitt der Geschichte. Die Informationstafeln erweitern den Weg um mehrere sachliche Perspektiven, sodass sich der Ausflug nicht auf eine einzelne Sehenswürdigkeit beschränkt.
Zámek Račice: Schlossgeschichte mit aktuellem Hinweis
Die Geschichte von Zámek Račice reicht bis zu einer gotischen Burg aus der Mitte des 13. Jahrhunderts zurück. Daraus entwickelte sich ein Renaissanceschloss, das Hanuš Haugvic in den Jahren 1568 bis 1585 umbauen ließ. In den 1830er-Jahren veränderte Baron Mundy das Schloss im Empirestil. Diese Abfolge macht die Anlage zu einem anschaulichen Beispiel für mehrere historische Bauphasen, die sich in der Entwicklung vom mittelalterlichen Ursprung zum späteren Schloss widerspiegeln.
Für die aktuelle Besuchsplanung ist wichtig, dass der Hauptpalast von Zámek Račice derzeit renoviert wird. Deshalb sind alle Besichtigungsrundgänge vorübergehend geschlossen; kommentierte Führungen finden derzeit ebenfalls nicht statt. Die Schlossgeschichte bleibt damit ein wesentlicher Bestandteil des Ortscharakters, der unmittelbare Rundgang durch den Hauptpalast ist jedoch gegenwärtig eingeschränkt.
Zum Schlossareal gehört die Kirche der Verkündigung der Jungfrau Maria. Sie kann während Gottesdiensten oder bei besonderen, von der Gemeinde angekündigten Anlässen besucht werden. Ein weiteres historisches Detail befindet sich nahe dem Ortseingang von Račice: Auf der Straßenbrücke über die Hauptstraße stehen die Statuen des heiligen Florian und des heiligen Wendelin aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die hochbarocken Statuen stammen aus der Werkstatt des bekannten Olmützer Bildhauers J. A. Heinze.
Spaziergänge, Radtourismus und tschechische Küche
Das Rakovecké údolí wird ganzjährig für Spaziergänge genutzt und ist ein beliebtes Gebiet für Wander- und Radtourismus. Damit ergänzt das Tal die kulturhistorischen Motive von Račice um eine Landschaft, die zu verschiedenen Ausflugsformen gehört. Wer eine Unterkunft in Račice-Pístovice auswählt, kann den gewünschten Schwerpunkt daher zwischen Schlossgeschichte, dem 7 km langen Lehrpfad und den Wegen im Rakovecké údolí setzen, ohne die Besonderheiten des Ortes auf nur eine Sehenswürdigkeit zu reduzieren.
Auch die regionale Küche ist im Schloss vertreten: Das EFI Hostinec Konírna im Zámek Račice ist auf bodenständige tschechische Küche mit lokalen Zutaten und Rücksicht auf die Saisonalität ausgerichtet.
Weitere Orte in der Auswahl
Für die weitere Zielauswahl finden Sie außerdem Mouřínov, Nové Sady, Milonice, Holubice, Studnice, Olšany, Dobročkovice und Ivanovice Na Hané.
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