Prace: Mohyla míru und die Denkmalzone des Schlachtfelds von Slavkov
Prace zwischen Erinnerungskultur und aktiver Entdeckung
Prace ist eng mit der Geschichte des Schlachtfelds von Slavkov verbunden. Das Wahrzeichen des Ortes ist die Mohyla míru, zugleich das natürliche Zentrum der geschützten Denkmalzone des Schlachtfelds von Slavkov. Sie wurde zu Ehren der Opfer der Schlacht bei Slavkov am 2. Dezember 1805 errichtet. Damit steht in Prace ein historischer Erinnerungsort im Mittelpunkt, an dem sich mehrere Formen der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit verbinden.
Alois Slovák konzipierte die Mohyla míru als „Ort des Lichts“ und als Mahnmal gegen die Kriege. Diese ausdrücklich erinnernde Ausrichtung unterscheidet den Ort von einer reinen Darstellung militärischer Ereignisse. Für Familien, die Geschichte nicht nur über Jahreszahlen, sondern über Orte, Ausstellungen und konkrete Zeugnisse entdecken möchten, ergeben sich dadurch verschiedene Zugänge.
Ausstellungen zur Schlacht bei Slavkov
Im angrenzenden Museum wird die ständige Ausstellung „Bitva tří císařů 1805“ präsentiert. Sie vermittelt die Schlacht bei Slavkov und ergänzt damit den Eindruck, den die Mohyla míru als Denkmal und Zentrum der geschützten Denkmalzone vermittelt. Ein anderer Blickwinkel erwartet Sie in der Ausstellung „Fenomén Austerlitz“ im Museumspavillon. Dort wird gezeigt, wie die Schlacht bei Slavkov in Literatur, Musik und Film nachwirkte. Außerdem informiert die Ausstellung über die Tradition der Schlachtrekonstruktionen.
Die beiden Ausstellungsthemen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: „Bitva tří císařů 1805“ widmet sich der Schlacht selbst, während „Fenomén Austerlitz“ ihre spätere kulturelle Wirkung und die Erinnerung an das Ereignis betrachtet. So lässt sich die historische Bedeutung von Slavkov aus mehr als einer Perspektive erschließen, ohne die einzelnen Themen miteinander zu vermischen.
Barocke Kirche und örtliche Erinnerungszeichen
Zur Ortsgeschichte gehört auch die barocke Kirche Povýšení svatého Kříže. Sie wurde 1728–1730 aus dem eigenen Vermögen der Kirche errichtet und ersetzte eine bereits baufällige Vorgängerkirche. Architektonisch besitzt sie eine Zentralanlage mit einem länglichen sechsblättrigen Grundriss. Gerade diese ungewöhnliche Grundrissform gibt der Kirche neben ihrem barocken Entstehungszeitraum ein eigenständiges bauliches Merkmal.
Weitere Denkmäler führen von der großen Schlachtgeschichte zu den Verlusten der örtlichen Bevölkerung. Das Denkmal für die Gefallenen in Prace erinnert an 27 Einwohner, die im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 starben. Ein 1951 errichtetes Denkmal erinnert außerdem an sieben neun- bis zwölfjährige Kinder, die nach der Explosion einer Antipersonenmine starben. Beide Erinnerungszeichen gehören zu einer Ortsgeschichte, in der nicht nur ein historisches Großereignis, sondern auch das Schicksal der Einwohner sichtbar wird.
Anreise, Radroute und Lehrpfad
Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Buslinie 48 dokumentiert. Sie fährt vom Hauptbahnhof Brünn zur Haltestelle Prace–Mohyla míru. Wer die Umgebung auf dem Fahrrad erkunden möchte, kann sich an der Radroute 5097 orientieren: Sie beginnt in Prace und führt über Slavkov u Brna und Bučovice bis U Kříže.
Zusätzlich umfasst der Lehrpfad zur Schlacht bei Slavkov einen Abschnitt mit der Bezeichnung PS11 Sokolnice–Prace–Újezd u Brna. Damit stehen neben den Ausstellungen und Denkmälern auch Wege für eine aktivere Beschäftigung mit der Geschichte zur Verfügung. Bei der Suche nach einer Unterkunft in Prace können Sie deshalb zwischen einem Schwerpunkt auf Mohyla míru und Museum, örtlicher Bau- und Erinnerungskultur oder Rad- und Lehrpfad wählen.
Weitere Orte für Ihre Recherche
Wenn Sie Ihre Suche über Prace hinaus fortsetzen möchten, finden Sie in der weiteren Auswahl auch Pravlov, Velatice, Unín, Osiky, Hlína, Moravské Knínice, Pasohlávky und Opatovice.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Brno-Venkov.
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