Ostrovánky – Steine, Kapellen und mährische Traditionen

Steine, Senke und mährische Weite

Ostrovánky verbindet eine sanft gewellte Landschaft mit ungewöhnlich konkreten Spuren von Geschichte und Erinnerung. Der Ort liegt zu beiden Seiten der Straße zwischen Kyjov und Ždánice, in einer Senke, aus der sich die Hügel oberhalb des Ortes erheben. Von dort bietet sich ein Blick über die mährische Slowakei. Am oberen Ortsende entspringt der Sobůlský potok; unterhalb von Kyjov mündet er in die Kyjovka.

Stonehenge Ostrovánky und die Alej vzpomínek

Das markanteste Erlebnis ist Stonehenge Ostrovánky. Die kreisförmige Anlage besteht aus 16 Menhiren aus Sandstein von Dubenec bei Jaroměř und hat einen Durchmesser von 24 Metern. Das Gelände ist ohne Einschränkungen und kostenlos zugänglich. Dadurch lässt sich dieses besondere Ortsziel unabhängig von einer Führung in die eigene Besichtigung einbeziehen.

Auch die 650 Meter lange Alej vzpomínek führt zu einem stilleren Thema. Sie wurde 2017 als Gedenkallee für Angehörige gepflanzt, die nicht mehr unter den Lebenden sind. Ihre Bäume gehören zu 161 Familien aus der näheren Umgebung von Bukovany und tragen die Geschichte ihrer Vorfahren. Die Allee liegt an der Straße zwischen Bukovanský mlýn und Ostrovánky. Über ihr erhebt sich ein Eingangstor zur Cesta českých panovníků; der Zugang zur kleinen Aussichtsplattform ist kostenlos.

Kapellen und Erinnerungsorte

Die Kapelle der Jungfrau Maria ist das älteste Gebäude in Ostrovánky. Sie stammt aus dem Jahr 1882 und wurde von den Eheleuten Sadílek aus Ostrovánky errichtet. 2004 wurde sie zum Kulturdenkmal erklärt. Eine zweite sakrale Station ist die Kapelle des heiligen Wenzel, die 1929 als Kirchlein errichtet und 1931 geweiht wurde. In ihrem Inneren befindet sich ein Gemälde des heiligen Wenzel von Jano Köhler.

Am Rand von Ostrovánky in Richtung Bukovany steht das Štěpán-Novák-Denkmal. Die Inschrift hält fest, dass Štěpán Novák am 20. November 1898 in Ostrovánky geboren wurde und am 9. September 1917 auf dem italienischen Kriegsschauplatz fiel. So liegen in kurzer Folge religiöse Bauwerke, persönliche Erinnerung und Ortsgeschichte beieinander.

Lebendige Ortsgeschichte und Tradition

Ostrovánky wurde erstmals im Jahr 1141 in schriftlichen Quellen erwähnt. Im Katastergebiet wurden vier archäologische Fundstellen entdeckt. Zur kulturellen Eigenart gehört außerdem die Trachtentradition des nördlichen Gebiets Hanácko-slovácká. Die Tradition des Maibaumaufstellens wird mit Treffen von Männer- und Frauenchören aus der Umgebung sowie Zimbalmusik gepflegt. Ebenso gehört die Trachten-Wenzelskirchweih zum überlieferten Festkalender des Ortes.

Für eine weitere Verbindung mit der Landschaft steht die Kyjovská vinařská stezka: Sie führt von Bukovany über Ostrovánky nach Nechvalín. Damit begegnen Ihnen in Ostrovánky nicht nur einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern auch eine Folge aus Landschaft, regionaler Kultur, Erinnerung und historischer Überlieferung.

Weitere Orte in der Auswahl

Wenn Sie neben Ostrovánky weitere Orte ansehen möchten, finden Sie hier Blatnice Pod Svatým Antonínkem, Mouchnice, Moravský Písek, Strážovice, Vnorovy, Vlkoš, Žeraviny und Kuželov.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Hodonín.

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