Níhov

Níhov verbindet eine markante Wasserlandschaft mit Wegen durch bewaldete Täler und einer ungewöhnlich vielschichtigen Geschichte. Der Ort eignet sich besonders für Sie, wenn Sie Naturerlebnisse, ruhige Landschaften und konkrete historische Entdeckungen miteinander verbinden möchten. Dabei liegen die interessantesten Themen nicht nur im Ortskern: Auch der Níhovský rybník, das Haldatal, eine besondere Quelle und die Eisenbahntunnel gehören zum Bild des Ortes.

Wasser und Traditionen bei Níhov

Der Níhovský rybník, der vor Ort auch Hájenka heißt, ist 7 Hektar groß und die größte Wasserfläche im Tišnovsko. Der Teich zieht seit der Zeit der Ersten Republik Touristen an und wird häufig zum Baden und zur Erholung genutzt. Damit bietet Níhov neben seinen Wanderwegen auch einen Aufenthaltsschwerpunkt am Wasser. Zugleich gehört der Teich nicht nur zur Erholungsgeschichte des Ortes: Der ruhige Teil des Níhovský rybník ist ein Brutbiotop für Wasservögel. Die Bezeichnung Hájenka und diese besondere Funktion sollten Sie bei der Erkundung des Gewässers im Blick behalten, ohne die verschiedenen Bereiche gleichzusetzen.

Wanderwege durch Täler und an Teichen

Mehrere markierte Wege verbinden Níhov mit den umliegenden Landschaften. Ein gelb markierter Wanderweg führt von der Bahnstation in Dolní Loučky durch das Tal der Blahoňůvka nach Níhov. Danach verläuft er an den Teichen entlang durch das Haldatal, über Vidonín und durch das Tal der Libochůvka bis zur Wegkreuzung in der Siedlung Habří. Ein grün markierter Wanderweg verbindet Tišnov mit Níhov und führt anschließend an den Teichen entlang nach Velká Bíteš. So können Sie zwischen unterschiedlichen Richtungen und Landschaftseindrücken wählen, ohne die Wege zu einer einzigen Route zusammenzufassen.

Eine eigene Möglichkeit bietet die 4,3 Kilometer lange Route „Údolím říčky Haldy“. Sie beginnt an der Bahnstation Níhov und führt auf einem überwiegend durch den Wald verlaufenden, unmarkierten Weg flussabwärts am Bach Halda entlang. Mehrere Furten gehören zu ihrem Verlauf; außerdem sind zahlreiche interessante Felsformationen zu sehen. Die Bahnstation Níhov liegt etwa 2 Kilometer vom Ort entfernt. Diese Distanz ist für die Orientierung wichtig, während die Route selbst ihren Ausgangspunkt ausdrücklich an der Station hat. Im Haldatal befindet sich außerdem ein Brutplatz des Uhus. In der Schlucht liegen Überreste der Fundamente hölzerner Gebäude, sodass sich auf dem Weg Naturbeobachtung und Spuren älterer Bebauung begegnen.

Kapelle und Eisenbahntunnel

Im Ortskern steht auf dem Dorfplatz die dem heiligen Wenzel geweihte Kapelle. Sie wurde 1872 von den Einwohnern errichtet und 2016 erneut rekonstruiert. Für die Ortsgeschichte ist auch die Bahnstrecke mit ihren Tunneln von Bedeutung. Der dritte Eisenbahntunnel vor Níhov ist 531 Meter lang. Die Tunnel bei Níhov wurden während des Zweiten Weltkriegs als Fabriken genutzt, in denen Rümpfe und Tragflächen für Messerschmitt-Bf-109-Jagdflugzeuge hergestellt wurden. Diese Verbindung aus Eisenbahnbau und Kriegsgeschichte gibt der Landschaft einen historischen Aspekt, der sich deutlich von den Wasser- und Naturthemen des Ortes unterscheidet.

Studánka Dlaně und Wallfahrt

Die Studánka Dlaně nahe Níhov ist eine Quelle mit Trinkwasser am Übergang von Weide, Feld und Wald. Über der Quelle befindet sich eine Skulptur von Händen, aus denen Wasser quillt. Die Sankt-Wenzels-Wallfahrt in Níhov am 1. Oktober wurde als kirchliche Veranstaltung, gastronomische Veranstaltung und historische Veranstaltung des Volksbrauchs bezeichnet und umfasste ein Wildgerichtefest.

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