Morašice: Geschichte, Bräuche und Wallfahrt

Morašice verbindet eine weit zurückreichende Geschichte mit Bräuchen, die bis heute ihren festen Platz im Jahreslauf haben. Eine hallstattzeitliche Mohyla, ein 2014 errichtetes und gesegnetes Mahnmal sowie wiederkehrende Feste und Wallfahrtsbezüge geben dem Ort mehrere unterschiedliche Zugänge. Wenn Sie für Ihre Reise ein Hotel in Morašice suchen, können Sie den Aufenthalt deshalb an konkreten historischen, kulturellen oder religiösen Themen ausrichten.

Hallstattzeitliche Mohyla und steinerne Erinnerung

Die bei Morašice gelegene hallstattzeitliche Mohyla ist ein Grabhügel, der ein reich ausgestattetes Grab überdeckte. Zu der Anlage gehörte eine etwa 1 Meter hohe hölzerne Grabkammer. Außerdem war sie von bis zu 1 Meter breiten steinernen Umfassungsmauern umgeben. Der Grabhügel selbst war ursprünglich 4 bis 6 Meter hoch und hatte einen Durchmesser von 26 Metern. Die Angaben beziehen sich damit auf klar unterschiedliche Bestandteile der Anlage: Grabkammer, Umfassungsmauern und den darüber aufgeschütteten Hügel.

Eine jüngere Form des Gedenkens steht ebenfalls in Morašice. Im Ort befindet sich ein 2014 errichtetes und gesegnetes Mahnmal für die Opfer beider Weltkriege. Ergänzt wird diese historische Spur durch eine steinerne Mensa, also einen steinernen Altartisch. Sie trägt das Wappen des Ritterordens der Kreuzherren mit dem Roten Stern sowie die Jahreszahlen 1617 und 1902 und den Hinweis auf eine Restaurierung. So begegnen Ihnen in Morašice sowohl archäologische Zeugnisse als auch Erinnerungs- und Sakralgeschichte.

Jahresfeste mit eigenem Charakter

Das Posvícení, das Kirchweihfest von Morašice, findet am zweiten Sonntag im Oktober statt. Für die zeitliche Planung ist dieser feste Termin besonders eindeutig. Im Juli führt der feste Kulturkalender außerdem die Svatoannenská pouť auf. Beide Bezeichnungen gehören zu unterschiedlichen Punkten im Jahreslauf und machen sichtbar, dass die örtlichen Traditionen nicht auf ein einziges Fest konzentriert sind.

Eine besondere Tradition ist der Morašický Betlém. Er wird seit 2004 jedes Jahr auf dem Dorfplatz vor dem Kulturhaus von Morašice aufgestellt. Seit 2006 versammeln sich dort an Heiligabend jährlich spontan und freiwillig 50 bis 60 Einwohner. Sie sprechen sich gegenseitig Glückwünsche aus und singen gemeinsam bekannte Weihnachtslieder. Für Familien, die gemeinsame Erlebnisse mit einem konkreten lokalen Brauch verbinden möchten, ist dieser Termin ein eigenständiger Anlass innerhalb der Morašicer Festtradition.

Kapelle und Wallfahrt nach Hluboké Mašůvky

Auch der religiöse Charakter des Ortes lässt sich konkret nachvollziehen. Ein gepflasterter Fußweg führt von der Zufahrtsstraße zur Kapelle Matky ustavičné pomoci. Darüber hinaus verbindet die Poutní bratrstvo od svaté Anny z Morašic Morašice mit einer Wallfahrt nach Hluboké Mašůvky, das 18 km entfernt liegt. Wer die Wanderung dorthin mit der Bruderschaft absolviert, kann Mitglied werden. Damit steht neben den örtlichen Festen auch eine ausdrücklich mit Morašice verbundene Wallfahrt im Mittelpunkt.

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