Lazinov am Stausee Křetínka
Lazinov zwischen Stausee, Wald und Dorfgeschichte
Lazinov liegt an einer Bucht des Stausees bei Letovice und ist von grünen, dichten Wäldern umgeben. Der Ort verbindet damit eine deutlich erkennbare Landschaft mit Spuren seiner Dorfgeschichte: Am Wasser begegnen Sie nicht nur einem Reservoir, sondern auch Erinnerungen an Siedlungen und Ortsteile, die beim Bau des Stausees verschwanden. Wenn Sie eine Unterkunft in Lazinov suchen, können Sie Ihren Aufenthalt deshalb nach unterschiedlichen Interessen ausrichten – nach markierten Wegen, Landschaftserlebnissen oder historischen Details im Ort.
Der Stausee Křetínka bei Lazinov ist 4,7 km lang und bedeckt eine Fläche von 105 ha. Seine Entstehung veränderte die Umgebung grundlegend. Der Bau des Stausees an der Křetínka dauerte von 1972 bis 1978; dabei wurden die Siedlung Stavení und der tiefer gelegene Teil von Lazinov überflutet. Diese Geschichte bleibt an mehreren Stellen sichtbar und macht die Landschaft zugleich zu einem Ort der Erinnerung.
Markierte Wege durch Täler und Waldlandschaften
Für einen aktiven Ausflug stehen rund um Lazinov mehrere klar beschriebene Strecken zur Verfügung. Die markierte Route 5161 verbindet Lazinov mit Křetín und führt anschließend nach Norden in Richtung Vlkov weiter. Sie verläuft größtenteils über Straßen, asphaltierte Waldwege und Feldwege durch die Täler der Křetínka und der Svitava. Dadurch lässt sich die Strecke als Verbindung verschiedener Landschaftsräume lesen, ohne dass Sie sich auf eine einzige Ortsbesichtigung beschränken müssen.
Eine weitere markierte Route, die 5166, führt von Lazinov bis nach Letovice. Für eine Radtour ist außerdem die markierte Radroute 5166 beschrieben: Sie verläuft von Lazinov über Meziříčko nach Letovice. Wenn Sie Ihre Tage unterschiedlich gestalten möchten, bieten diese Angaben eine konkrete Orientierung für die Wahl zwischen einer Verbindung über Křetín und Vlkov, einer Strecke nach Letovice oder einer Radtour über Meziříčko. Ein Ausflug in Südmähren führt ebenfalls zur malerischen Gemeinde Lazinov, indem er die westliche Spitze des Stausees umrundet und anschließend Křetín erreicht.
Glockenturm, Lazinover Kreuz und Aussichtspunkt
Im Ort selbst erzählen kleine Bauwerke von verschiedenen Zeiten. Das Lazinover Kreuz wurde 1860 errichtet, 2006 restauriert und 2008 auf dem Dorfplatz in der Bucht des Stausees aufgestellt. Der steinerne Glockenturm besitzt kein gesichertes Baujahr; historische Quellen datieren seine Errichtung schätzungsweise auf etwa 1832. In seinem Inneren befindet sich eine hölzerne Glockenstuhl-Konstruktion. Die Glocke wurde am 4. Juni 1922 geweiht und ist bis heute erhalten. Der Glockenturm wurde 2005 renoviert.
Ein besonders aussagekräftiger Ort liegt oberhalb des ehemaligen Masákův-Mühle-Standorts. Dort erinnern eine Bank und eine Vodník-Figur an die alte Mühle und an den überfluteten Teil der Gemeinde. Vom Aussichtspunkt bietet sich ein Ausblick auf das heute überflutete Křetínka-Tal. Zusammen mit dem Stausee und den Waldhängen entsteht so ein Besuch, bei dem Landschaft und Ortsgeschichte eng nebeneinanderstehen, ohne dass die historischen Spuren nur in einem Museum zu finden sind.
Busverbindungen rund um Lazinov
Die Buslinie 274 verknüpft den Bahnhof Letovice, Křetín, Lazinov und Bohuňov. Die Buslinie 275 verbindet Letovice, Lazinov, Sulíkov und Olešnice.
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