Krhov: Malý Chlum, Radroute und Bergbaugeschichte

Krhov zwischen Malý Chlum und Úmoří

Krhov liegt am nördlichen Fuß des Malý Chlum, der 488 m über dem Meeresspiegel liegt. Südlich und östlich des Ortes erstrecken sich Wälder; zugleich liegt Krhov am rechten Ufer des Bachs Úmoří. Diese Verbindung aus bewaldeter Umgebung, Bachlauf und markanter Erhebung gibt dem Ort einen klaren landschaftlichen Rahmen. Für Ihre Reiseplanung ist vor allem der Malý Chlum interessant: Auf seinem Gipfel befindet sich die befestigte archäologische Fundstätte Krhov „Malý Chlum“.

Der befestigte Fundplatz Malý Chlum

Die Fundstätte liegt auf dem Gipfel des Tafelbergs Malý Chlum. Ihr Grundriss ist länglich-oval angelegt und besitzt Achsen von 261 m in nordost–südwestlicher sowie 70 m in nordwest–südöstlicher Richtung. Ursprünglich umfasste die archäologische Fundstätte eine Fläche von 1,5 ha. Die genauen Maße machen deutlich, dass es sich nicht nur um einen einzelnen historischen Punkt, sondern um ein klar abgegrenztes befestigtes Areal handelt.

Die dokumentierte Zugangsangabe ist für den Besuch besonders nützlich: Die Fundstätte Krhov „Malý Chlum“ ist am besten von der Siedlung Huť Sv. Antonie aus zugänglich. Diese liegt etwa 500 m südöstlich unterhalb des Fußes des Malý Chlum. Außerdem wurde der Lehrpfad Malý a Velký Chlum am 14. April 2013 feierlich eröffnet. Damit lassen sich die archäologische Besonderheit des Tafelbergs und die Landschaft rund um die beiden Chlum-Erhebungen in einem gemeinsamen Ausflugsthema betrachten, ohne weitere Eigenschaften des Weges vorauszusetzen.

Krhov als Ziel für Radfahrer und Landschaftsinteressierte

Durch Krhov verläuft eine ausgeschilderte lokale Radroute. Zusätzlich führt die Radroute 5201 von Černá Hora nach Chrudichromy über Bořitov, Huť sv. Antonie und Krhov. Wer eine Reise mit dem Fahrrad plant, findet damit eine konkrete Streckenangabe, die Krhov in einen größeren Verlauf einordnet. Die Wälder südlich und östlich des Ortes ergänzen den landschaftlichen Charakter, während der Malý Chlum einen geschichtlich geprägten Zielpunkt bildet.

Bergbaugeschichte und sichtbare Spuren

Krhov wurde als Bergbausiedlung gegründet. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1409. In der Umgebung von Krhov wurde seit dem 15. Jahrhundert Eisenerz abgebaut; in späteren Jahren wurden dort außerdem Schiefer und Kohle gewonnen. Diese Abfolge verleiht dem Ort eine Geschichte, die über den einzelnen Fundplatz hinausgeht und die Entwicklung der Umgebung über mehrere Rohstoffe hinweg nachvollziehbar macht.

Westlich von Krhov sind Überreste des Erdaufschüttungskörpers der unvollendeten Autobahn Wien–Wrocław sichtbar. Die Spur eines nicht fertiggestellten Verkehrsprojekts steht damit neben den archäologischen und bergbaugeschichtlichen Zeugnissen. Am Rand von Krhov steht außerdem eine Kapelle der Jungfrau Maria. Die Kapelle des Heiligsten Herzens Jesu stammt aus dem Jahr 1933. Beide Sakralbauten ergänzen die Ortsgeschichte um sichtbare religiöse Bezugspunkte und geben einem Aufenthalt neben Radroute, Waldlandschaft und Malý Chlum weitere konkrete Entdeckungsziele.

Weitere Ortsseiten zur Reiseplanung: Štěchov, Úsobrno, Ústup, Senetářov, Okrouhlá, Bukovinka, Vanovice und Makov.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Blansko.

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