Ivaň – Wasserlandschaft, Radweg und lokale Traditionen
Ivaň liegt auf einer Flussterrasse zwischen Jihlava und Svratka im Dyjsko-svratecký úval. Reste von Auwäldern, Feuchtgebiete und die Wasserlandschaft an den Flüssen geben dem Ort einen besonderen Charakter. Gleichzeitig führt der Radweg Brno–Vídeň durch Ivaň und verbindet die ruhige Landschaft mit einer konkreten Möglichkeit, die Umgebung aktiv zu entdecken.
Flüsse, Feuchtgebiete und geschützte Natur
Die Flüsse Jihlava und Svratka vereinigen sich im Katastergebiet von Ivaň, bevor sie die Věstonická nádrž erreichen. Entlang der Flüsse und an ihrem Zusammenfluss gehören Feuchtgebiete, Sümpfe und mehrere Altarme zum örtlichen Gewässerraum. Diese Landschaft wird durch mehrere geschützte Bereiche ergänzt: Das Naturdenkmal Dolní mušovský luh umfasst 48,6 Hektar im Katastergebiet von Ivaň.
Auch Betlém ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Das Feuchtgebiet ist 10,87 Hektar groß und entstand auf dem Gelände eines ehemaligen Sand- und Kiesabbaus. Der frühere Nutzungszweck gehört damit unmittelbar zur Geschichte dieses Landschaftsraums. Ein Teil der Věstonická nádrž erstreckt sich ebenfalls in das Katastergebiet von Ivaň. Der Stausee ist Teil des Natura-2000-Vogelschutzgebiets Ptačí oblast Střední nádrž Vodního díla Nové Mlýny und dient Blässgänsen, Saatgänsen und Seeadlern als Überwinterungsgebiet.
In der Umgebung von Ivaň liegt außerdem der Teich Rybník Vrkoč. Er umfasst 156,1 Hektar und verfügt über etwa 5 Kilometer Dämme. Am einfachsten erreichen Sie den Wasserzugang über die Straße von Ivaň nach Pasohlávky in der Nähe der gleichnamigen Pension; von dort gelangen Sie zu seinem Hauptdamm. Diese genaue Orientierung ist besonders nützlich, wenn der Teich einen Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bildet.
Radfahren ohne starke Steigungen
Der Radweg Brno–Vídeň verläuft durch Ivaň überwiegend auf ruhigen Wegen abseits der Hauptstraßen und weist keine starken Steigungen auf. Sie können bei der Wahl Ihrer Unterkunft daher abwägen, ob der Schwerpunkt auf dem Aufenthalt im Ort, auf dem Radweg oder auf den Wasser- und Naturgebieten der Umgebung liegen soll.
Kirche, Weinkeller und traditionelle Feste
Zur Ortsgeschichte gehört die St.-Bartholomäus-Kirche. Sie stammt aus dem Jahr 1791 und wurde auf den Grundmauern einer ursprünglichen Kapelle von 1724 errichtet. 1811 wurde sie wesentlich erweitert, bevor ihr Turm 1842 erhöht wurde.
Auch Weintraditionen sind in Ivaň dokumentiert. Zum Vinařský dvůr na faře gehört ein restaurierter Weinkeller, der über 200 Jahre alt ist. Im Veranstaltungskalender des Ortes stehen außerdem die traditionellen Bartolomějské hody im August, ein Weinverkosten zu Ostern und die Staré hody im Oktober. Die Staré hody wurden in den letzten Jahren von Frauen organisiert. Die Abfischung des Teichs Rybník Vrkoč findet seit mehreren Jahren jeweils am letzten Oktoberwochenende statt. Je nach Reisezeit können solche Termine den Charakter eines Aufenthalts deutlich mitbestimmen.
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