Hostim – historische Bauwerke und Radrouten in der Jevišovická pahorkatina

Hostim liegt in der sanft hügeligen Landschaft der Jevišovická pahorkatina. Der Ort verbindet Schloss, Sakralbauten und Wirtschaftsarchitektur mit landschaftlichen Wegen und mehreren Radrouten. Für Sie lässt sich die Ortsgeschichte damit an einem Schloss, an Sakralbauten, an Wirtschaftsarchitektur und an erhaltenen historischen Spuren nachvollziehen.

Landschaft, historische Wege und Radfahren

Ein besonderer geografischer Bezug ist die Nähe zur historischen Haberská stezka, die später auch Císařská cesta hieß. Durch Hostim führen zwei Radrouten: Die Radroute „Jevišovicko po stopách Raduita de Souches“ führt durch Hostim. Der Jevišovický okruh I ist als Rundradroute angelegt und führt durch Jevišovice, Olbramkostel und Hostim.

Schloss, Ruine und historische Ortsbilder

Das Schloss in Hostim ist ein freistehender, vierflügeliger Mauerwerksbau. Die Flügel sind um einen trapezförmigen Innenhof angeordnet. Der Zugang erfolgt über eine Ziegelbrücke, die über den Wassergraben führt, der das Gebäude und die angrenzenden Wirtschaftsgebäude umgibt. Schon dieser Zugang macht die bauliche Anlage als eigenständiges historisches Ensemble verständlich.

Zur Geschichte des Ortes gehört auch die Burgruine Bukovina. Sie steht über dem Bach Nedveka an der Stelle einer steinernen Burg, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts der Sitz der Herren von Bukovina war. Die Burganlage hat einen Bergfriedgrundriss und einen Wohnturm; erhalten ist sie in torzaler Form aus der Zeit vom 14. Jahrhundert bis zur ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Eine Kirche in Hostim ist bereits für das Jahr 1394 belegt. Auf dem Friedhof befindet sich die Kapelle sv. Kříže, die 1809 von Gräfin Eleonora de Meraviglia, der Besitzerin der hiesigen Herrschaft, errichtet wurde; dort ist sie auch bestattet. Die Kapelle gilt als wertvolle spätbarocke funeräre Architektur mit klassizistischen Details und prägt das historische Friedhofsareal.

Architektur zwischen Dorfplatz und Wirtschaftsgebäuden

Zu den markanten Bauwerken gehört die barocke Getreidescheune aus dem 18. Jahrhundert. Sie gehört zu den wenigen erhaltenen mehrgeschossigen Getreidespeichern und ist eine bedeutende architektonische Dominante auf der Anhöhe über dem Dorf. Auf dem Dorfplatz steht außerdem die Statue des sv. Jana Nepomuckého, eine hochwertige kleinformatige hochbarocke Sakralskulptur mit Sockel.

Das Pfarrhaus ist ein monumentaler, zweigeschossiger klassizistischer Bau von kunsthistorischem Wert. Eine Gruppe von fünf Bildstöcken im Umfeld von Hostim ergänzt die sakrale Architektur um Zeugnisse kleinformatiger volkstümlicher Sakralarchitektur. Gemeinsam zeigen diese Bauwerke, wie unterschiedlich sich die Geschichte des Ortes im öffentlichen Raum ablesen lässt.

Auch die ehemalige Wirtschaftsarchitektur ist Teil des Ortscharakters. Die ehemalige Brauereianlage in Hostim ist ein vollständig erhaltenes Beispiel für ländliche Wirtschaftsarchitektur in Südmähren. Die ehemalige Wassermühle Radkovský vodní mlýn verfügt noch teilweise über ihren Mühlgraben und gehört zu den wenigen erhaltenen Mühlen, die an Wasserläufen in freier Natur errichtet wurden. Beide Anlagen sind als historische Zeugnisse einzuordnen; ihre frühere Funktion steht dabei im Vordergrund.

Bei der Wahl einer Unterkunft in Hostim können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts daher nach unterschiedlichen Interessen setzen: auf die Geschichte des Ortes, auf Schloss, Sakralbauten und Wirtschaftsarchitektur oder auf die Verbindung mit den Radrouten. Konkrete Merkmale einzelner Unterkünfte sind davon unabhängig und sollten jeweils separat geprüft werden.

Für weitere Ortsvergleiche in dieser Auswahl: Tavíkovice, Jaroslavice, Žerůtky, Dyje, Bojanovice, Břežany U Znojma, Újezd, Onšov.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Znojmo.

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