Žádovice – Aussichtsturm Súsedská, Weinbau und Kultur
Žádovice ist ein Ort für Reisende, die Landschaft, Ortsgeschichte und regionale Traditionen miteinander verbinden möchten. Der Ort liegt beiderseits des Bachs Hruškovice und am Fuß des Chřiby-Gebirges. Besonders anschaulich wird diese Lage am Aussichtsturm Súsedská, dessen Entstehungsgeschichte ebenso interessant ist wie seine klare praktische Besonderheit. Dazu kommen eine historische Kirche, Weinbau, Musik und kulturelle Angebote im Ort.
Súsedská: Aussichtsturm mit klarer Zugangsregel
Der Aussichtsturm Súsedská ist 21 Meter hoch und hat 99 Stufen. Er ist über Wege für Fußgänger und Radfahrer erreichbar, nicht mit dem Auto zugänglich und ganzjährig kostenlos geöffnet. Für die Tagesplanung ist damit eindeutig, dass der Besuch des Turms mit einem Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad verbunden wird und nicht als kurzer Autostopp gedacht ist.
Auch seine Entstehung trägt eine besondere Bedeutung. Die Idee für den Bau des Aussichtsturms als Symbol der Verbindung der Einwohner entstand aus Gesprächen zwischen Hýsly, Ježov und Žádovice. Der Turm steht damit nicht nur für einen Aussichtspunkt, sondern auch für den Gedanken, mehrere Gemeinden miteinander zu verbinden.
Zwischen Hruškovice und Chřiby-Gebirge
Die Landschaft rund um Žádovice lässt sich über mehrere räumliche Bezüge verstehen: Der Bach Hruškovice teilt den Ort nicht, sondern liegt beiderseits seiner Bebauung, während sich das Chřiby-Gebirge am Fuß des Ortes anschließt. Eine wichtige Verbindung bildet die „Cesta krajinou mikroregionu Podchřibí“. Sie verbindet die Gemeinden des Mikrogebiets mit dem Chřiby-Gebirge und stellt Žádovice in einen größeren landschaftlichen Zusammenhang.
Wer eine Reise nach Žádovice plant, findet hier somit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Tagesgestaltung: den Ort selbst, den Zugang zum Aussichtsturm und die Verbindung zwischen den Gemeinden des Mikrogebiets und dem Gebirge. Die Fakten zu Wegen und Zugang bleiben dabei klar getrennt von den kulturellen Angeboten im Ortskern.
Ortsgeschichte und kulturelle Eindrücke
Die erste Erwähnung von Žádovice stammt aus dem Jahr 1131. Ein markantes religiöses Gebäude ist der Žádovský kostel. Die Kirche ist dem heiligen Johannes von Nepomuk geweiht, der zugleich der Schutzpatron von Žádovice ist. Der Bau begann 1992, wurde im Juni 1996 abgeschlossen und am 6. Juli 1996 geweiht. So treffen an diesem Ort eine weit zurückreichende Ortsgeschichte und ein Kirchenbau aus der jüngeren Vergangenheit aufeinander.
Auch das Gemeindeamt ist mit lokalen Kulturangeboten verbunden. Der Keramikkurs in Žádovice findet von Oktober bis Ende Mai im Gebäude des Gemeindeamts statt und verfügt über eine Töpferscheibe. Die Výstavní síň Žádovice befindet sich im Erdgeschoss des Gemeindeamtsgebäudes. Beide Hinweise zeigen, dass sich die kulturelle Seite des Ortes nicht nur auf historische Gebäude beschränkt.
Weinbau, Obstbau und Musiktradition
Zu den prägenden lokalen Themen gehören Obstbau und Weinbau, für die es in Žádovice eine langjährige Tradition gibt. Fěruňk ist die größte Weinbergslage in Žádovice. Im Kulturkalender des Ortes ist der Mai dem „Putování za vínem Slovácka“ gewidmet. Der Weinbau erscheint hier daher nicht als einzelnes Zusatzthema, sondern als Teil der örtlichen Landschaft und des Kulturkalenders.
Eine weitere Tradition verkörpert die Blaskapelle Žadovjáci. Sie wurde 1955 gegründet und entwickelte sich zu einem der führenden Amateurblasorchester in der Region und im ganzen Land. Zusammen mit dem Weinbau, dem Obstbau und den kulturellen Orten ergibt sich ein eigenständiges Bild von Žádovice, das über die Landschaft am Fuß des Chřiby-Gebirges hinausreicht.
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